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Datum: 22.10.2007 | VÖ: 2007 | Herausgeber: Maggie Peren | Kategorie: Film

"Besser Sex für Geld als kein Sex und kein Geld", so lautet die Devise der 5 Münchner Jungs Frank (Florian Lukas), Olli (Gustav Peter Wöhler), Gy (Sebastian Bezzel), Lasse (Kostja Ullmann) und Giselher (Herbert Knaup). Sie alle haben das gleiche Problem: kein Geld. Abgesehen von Gy, dem Polizisten, sind die anderen vier arbeitslos und suchen dringend eine neue Beschäftigung. Durch Zufall lernt Frank auf der Dachterrasse der Agentur für Arbeit eine Frau kennen, die ihm eine Menge Geld für eine Nacht mit ihm bietet. Er lehnt ab, aber dann kommt ihm der scheinbar geniale Gedanke mit den Jungs einen Escortservice zu gründen. Unter dem Titel "Deutsche Feinkost zum Anfassen" eröffnen sie eine Website und warten gespannt auf die ersten Anrufe, die zunächst noch auf sich warten lassen.
"Stellungswechsel" ist das Spielfilmdebüt der Regisseurin Maggie Peren. Der Film beginnt mit dem Hinweis, dass es sich um eine Produktion in Zusammenarbeit mit ZDF und arte handelt. Da ich von arte oft sehr gute und anspruchsvolle Filme gewöhnt bin, freute ich mich sehr auf diese Komödie. Aber ich war auch etwas skeptisch. Da ich die Darsteller entweder nur teilweise (aus kleineren Rollen im TV) oder gar nicht kannte, konnte ich mir nicht vorstellen, dass diese Komödie den Charme eines Michael "Bully" Herbig-Films erreichen würde. Mich bestärkte aber schließlich die Aussage einer Freundin, dass die Vorschau sehr lustig gewesen sei. Deshalb gab ich der Sache eine Chance.
Der Film beginnt mit einem, meiner Meinung nach, sehr schönen Intro alá "Grease". Das bedeutet, einer Zeichentrick-Version der Charaktere mit lebhafter Musik im Hintergrund. Dadurch erscheint der Einstieg sehr locker und macht den Zuschauer neugierig auf die richtigen Darsteller und auf die Handlung. Aber es kam wirklich so, wie ich es mir gedacht hatte. Der Großteil der Komödie ist nicht wirklich komisch und zaubert dem Zuschauer höchstens ab und zu ein Grinsen ins Gesicht. Selbst meine Freundin musste zugeben, dass die Vorschau zwar lustig war, aber in diesen paar Sekunden wirklich ALLE lustigen Szenen eingebaut wurden. Leider gibt es auch viele Stellen, die sich in die Länge ziehen und sich somit eine unfreiwillige Langeweile bildet. Die Schauspieler wirken oftmals unsicher und gekünstelt – schlichtweg unglaubwürdig. Ein Glanzpunkt des Films ist allerdings die Musik. Sie passt wunderbar zu den einzelnen Szenen und drückt oft mehr aus, als man durch Worte oder Gesten beschreiben kann.
Fazit: Freunde von Bully, Pastewka und Co. werden wohl bei diesem Film nicht auf ihre Kosten kommen. Die meisten Witze sind eher anspruchslos und nicht unbedingt komisch. Erst gegen Ende des Films kann man über die gewollten Missgeschicke der Charaktere teilweise auch einmal lachen. Der Schluss wirkt aber abgehackt und man fragt sich, ob das nun schon alles war. (sl)
Wertung:
(3 von 10 Punkten)
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