Jackass 3D

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Datum: 28.10.2010 | VÖ: 28.10.2010 | Herausgeber: MTV Films | Kategorie: Film

Bis vor kurzem war es für mich undenkbar, dass die "Jackass"-Crew mit einem weiteren Kinofilm einen Erfolg haben wird. Vor einiger Zeit bewertete ich die DVD-Box "Jackass The Lost Tapes" und fand keine guten Worte für die Stunts von Johnnie Knoxville und Co. Damals schrieb ich, dass das Genre seinen kompletten Reiz verloren hat so war es auch zumindest bis ich von "Jackass 3D" erfahren habe.

Der Titel ist schon sehr aussagekräftig. Jeder Kinogänger sollte also wissen, was ihn erwartet. Vom ursprünglichen Prinzip des Formats hat sich nichts geändert. Nach wie vor zeigt die Crew um Johnnie Knoxville und Co. derbe Stunts, die nicht selten äußerst gefährlich sind. Doch eines nach dem Anderen: Der Film beginnt mit einer, extrem selbstdarstellerischen Szene, in der sich die Jackass-Darsteller, wie zum Beispiel Johnnie Knoxville, Bam Margera, Chris Pontius, Wee-Man und Steve-O, vor der Kamera vorstellen selbstverständlich in 3D und in Zeitlupe. Dabei kommt es nicht selten zu groben Rangeleien, Tritten, Schlägen und fiesen Attacken. Der erste "Wow!"-Effekt ist somit schon vorhanden und der Hauptteil des Film kann beginnen.

Dabei hat man versucht, eine durchaus angemessene Mischung zwischen Spaß-Stunts, Tier-Stunts und den wirklich gefährlichen Stunts zu finden, die auch in diesem Film für eine erfreuliche Abwechslung sorgt. Das beste Beispiel für einen Spaß-Stunt ist die Szene, in der Steve-O versucht, den Schweiß von Preston Lacy zu trinken. Den Ausgang dieses Kurzfilms kann man sich ja sicherlich denken. Gleichwohl der Ekel-Faktor bei Szenen wie dieser sehr hoch sind, überwiegen die Lacher. Und das ist auch gut so würde "Jackass" noch weiter gehen, würden sich wahrscheinlich zahlreiche Meinungen zu diesem Film ändern zum Negativen. Die Tier-Stunts wirken leider oftmals so, als würde man das Wohl der Tiere außer Acht lassen bzw. vernachlässigen. So gibt es in diesem Film Schweine, Hunde, Bullen, Esel und Schlagen, mit denen zahlreiche Szenen gedreht wurden. Die grundsätzliche Qualität aller Stunts liegt jedoch nicht über der, die man aus dem "Jackass"-Material der vergangenen Jahre kennt. Als roter Faden zieht sich der "Rocky"-Stunt durch den Film. In verschiedenen Szenen schüttet Bam Margera ein Glas Wasser auf diverse "Jackass"-Crew-Mitglieder und schlägt ihnen im Anschluss mit einem Boxhandschuh ins Gesicht dies gelingt ihm mehrfach, doch am Ende bekommt auch er seine Quittung.

Die 3D-Effekte haben eine sensationelle Wirkung auf die Zuschauer. Insbesondere die Intro- und Outtro-Szene wirkt sehr aufwendig und beinhaltet den einen oder anderen Überraschungsmoment. "3D" ist jedoch nicht das einzige Werkzeug, welches man verwendet hat, um dem Film so besonders zu machen. Nur allzu häufig sind Super Slow-Motions zu sehen, die in 3D eine ganz neue Wirkung entfalten. Zwar sind diese Super-Slow-Motions keine wirkliche Neuheit, aber in Verbindung mit 3D habe ich derartige Aufnahmen noch nicht erlebt. Diese fantastische Wirkung verstärkt sich insbesondere durch die musikalische Untermalung. Titel wie "If You're Gonna Be Dumb, You Gotta Be Tough", die auch schon in der Serie und in den anderen Filmen zu hören waren, dürfen selbstverständlich nicht fehlen.

Unterm Stricht bliebt ein kurzweiliger, unterhaltsamer Streifen, der durch die atemberaubenden 3D-Szenen zu begeistern weiß. Das Filmmaterial selbst ist zwar spaßig, aber dennoch keine Neuheit.

Interview mit den Jackass Jungs zu ihrem neuen Kino-Hit

(dl)

Wertung: 8 von 10 Punkten (8 von 10 Punkten)

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