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Datum: 14.05.2010 | VÖ: 06.05.2010 | Herausgeber: Paramount Home Entertainment | Kategorie: Serie
Ein Streichholz wird angerissen und entzündet eine auf dem Bildschirm gezeichnete Lunte, die dann während des Vorspanns von links nach rechts quer über den Bildschirm glimmt, untermalt von der 1968 mit einem Grammy ausgezeichneten Titelmelodie Lalo Schifrins. Auch die anschließende Szene ist in jeder Folge gleich: Der silberhaarige Chef Jim Phelps bekommt einen geheimen Auftrag über ein an ungewöhnlichen Orten hinterlegtes Tonband, dessen letzte Worte lauten: "Diese Aufnahme wird sich in wenigen Sekunden selbst vernichten. Viel Glück, Jim! Kobra, übernehmen Sie!"
Jeder, der ein Fernsehgerät hat und mindestens 20 Lenze zählt, wird diesen Vorspann schon einmal gesehen haben, denn die von 1966 bis 1973 produzierte Serie gehörte zu den erfolgreichsten Krimiserien der Welt und kann auch heute noch akzeptable Quoten vorweisen. Die Serie gewann fünf Emmys sowie einen Golden Globe als Beste Fernsehshow, "Silberlocke" Peter Graves wurde außerdem zweimal mit einem Golden Globe als Bester Hauptdarsteller geehrt. Eine von 1988 bis 1990 produzierte Neuauflage konnte an diesen Erfolg zwar nicht mehr anschließen, brachte es aber immerhin noch auf 35 Episoden. Tom Cruise produzierte unter gleichem Originaltitel "Mision: Impossible" sogar drei Kinofilme, die jedoch eher James Bond-Filmen glichen und mit der Serie nicht mehr viel gemein hatte.
In der Serie erhält eine Gruppe Geheimagenten einen Auftrag, der im Falle eines Misserfolges nicht von den Auftraggebern abgedeckt sein wird. Die Gruppe besteht aus gelegentlich wechselnden Mitgliedern, die jeweils Spitzenkräfte auf einem bestimmten Gebiet sind.
In dieser siebten Staffel besteht die Gruppe aus dem Teamchef Jim Phelps (Peter Graves), dem Techniker Barney Collier (Greg Morris), dem kraftstrotzenden Allrounder Willy Armitage (Peter Lupus) sowie der Maskenbildnerin Lisa Casey (Linda Day George), die häufig auch die Orte auskundschaftet und durch ihr attraktives Aussehen die Leute ablenkt. Verstärkung erhält das Team in dieser Staffel noch durch Mimi Davies (Barbara Anderson), die das Team aus dem Gefängnis holt, damit Mimi bei einem Auftrag helfen kann. Dafür wird ihr die Reststrafe erlassen und sie wird Mitglied des Teams, indem sie als Lockvogel gute Dienste leistet und die gegnerische Seite oft unterwandert. Gemeinsam bilden sie eine fast unschlagbare Gruppe, die mit raffiniert ausgearbeiteten Plänen ihren jeweiligen Geheimauftrag zu erfüllen wissen. Besonders faszinierend sind einerseits die vielen kleinen technischen Spielereien, die das begnadete Technikergenie Barney zusammenbastelt, aber auch die vielen Latex-Masken, mit denen sich die Agenten sehr oft als Doppelgänger ihrer Gegner verkleiden. Oder mit denen sie gelegentlich die Gegner selbst während einer Bewusstlosigkeitsphase schminken, um sie zu verwirren. Dabei werden die Fälle fast ausschließlich durch Täuschung und Verwirrung der Gegner gelöst, fast nie mit Gewalt. Dementsprechend wurde die Serie auch schon im Vorabendprogramm gesendet und ist mit FSK-12 freigegeben. Als Produktionsjahr wird bei einigen Anbietern gelegentlich auch 1973 angegeben, da die siebte Staffel aber erstmalig bereits im September 1972 ausgestrahlt wurde, wäre das schon ein echt toller Trick, den selbst dieses gewiefte Agententeam nicht erklären könnte.
Bedauerlicherweise wurde hier wieder die Staffel 7 in zwei getrennten Boxen ("7.1" + "7.2") verkauft, um höhere Gewinne zu erzielen. Dem Rezensenten fällt jedenfalls kein anderer erklärbarer Grund ein, warum es so gehandhabt wird. Zumindest orientiert sich die äußere Gestaltung an die bereits erschienenen Boxen, um das einheitliche Bild im Regal zu wahren. Die drei DVDs dieser 7.1-Staffelbox enthalten 12 Episoden der siebten Staffel. Das 4:3-formatige Bild zeigt größtenteils keine Dropouts, keine störenden Unschärfen, kein auffallendes Bildrauschen. Leider ist in einigen wenigen Szenen aber eine unangenehme Eigenschaft hoher Kompression zu sehen: Klötzchenbildung. Immerhin mussten vier Folgen mit einer Laufzeit von jeweils knapp 50 Minuten auf jede Disc untergebracht werden. Farben, Kontrast, Schärfe – sonst alles einwandfrei. Sofern wirklich mal eine Unschärfe auftritt, so ist diese offensichtlich schon im Ausgangsmaterial vorhanden. Der deutsche Ton ist nur in Mono vorhanden, der englische DD-5.1-Ton hört sich zwar etwas wärmer an, doch ein räumlicher Eindruck kann angesichts des damaligen Aufnahmeverfahrens nicht vermittelt werden. Extras sind keine vorhanden, der Platz kam nur der Ausstattung zugute, denn außer zwischen den zwei Audiospuren kann der Zuschauer auch noch zwischen deutschen und englischen Untertiteln wählen – sehr vorbildlich.
Fazit: Ausgezeichnete Krimiserie, die sogar heute noch immer wieder sehenswert ist, auch wenn manche damals hochtechnische Spielerei heutzutage nur noch ein Schmunzeln aufkommen lässt. Echte Fans werden sogar den Preis verschmerzen, obwohl dafür viele andere Serienstaffeln schon komplett erhältlich sind. (gh)
Wertung:
(6 von 10 Punkten)
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