Bürger Lars Dietrich

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Am 18. März 2009 hatten wir von TV-Kult die Gelegenheit, auf der Gernsehclub-Tour im Titania-Theater in Frankfurt am Main ein Interview mit dem Schauspieler Michael Kessler und Bürger Lars Dietrich zu führen, die dort an diesem Abend das beste aus "Switch reloaded" präsentierten. Das Interview mit Bürger Lars Dietrich war ursprünglich nicht geplant, hat sich aber glücklicherweise vor Ort ergeben und wurde direkt im Anschluss an das ausführliche Interview mit Michael Kessler, der sich auch hier immer mal wieder zu Wort meldet, geführt.

Redaktion: Du bist jetzt ja schon seit einiger Zeit Moderator beim "Gernsehclub", wie bist Du überhaupt zu dieser "Moderatorenstelle" gekommen?

Dietrich: Das wüsste ich auch gern... (lacht) Ich wurde angefragt. Ich bin ja mit Olli Kalkofe spätestens seit der "Märchenstunde" gut befreundet. Wahrscheinlich hat es damit zu tun gehabt, dass man auf mich gekommen ist.

Redaktion: Da musstest Du auch keine Sekunde überlegen?

Dietrich: Musste ich überhaupt nicht. Ich hielt das Konzept für eine gute Idee, denn ich bin auch ein Freak, was Film und Fernsehen angeht. Ich habe zu Hause zigtausend Videos und DVDs. Jetzt fange ich sogar mit BluRay an und veranstalte selber privat ganz oft Gernsehabende zusammen mit Freunden, eigentlich das Gleiche wie hier. Mann könnte sagen, ich bin ein professioneller Fernsehgucker und Gernsehabend-Macher.

Redaktion: Du hast dann wahrscheinlich auch einen Riesen-Plasma mit Full-HD-Auflösung?

Dietrich: Du wirst lachen, ich habe sogar eine große Leinwand und einen Beamer. Ich habe mir ein richtiges Heimkino gebaut, vor allem für alte Filme, die gar nicht mehr im Kino laufen. Die mal auf einer großen Leinwand zu sehen, das macht mir totalen Spaß.

Redaktion: Du kennst Michael ja noch aus der Wochenshow-Zeit. Wie ist es seit dem, gibt es denn noch eine gute Freundschaft zwischen Euch?

Dietrich: Wir freuen uns immer noch, wenn wir uns sehen und fallen uns um den Hals, das kann man hier jetzt gar nicht vormachen.

Kessler: Wir mögen uns.

Dietrich: Wir mögen einander seit der "Wochenshow", da haben wir uns kennengelernt und das hat großen Spaß gemacht, er war da mein Lieblingskollege.

Redaktion: Wird es denn auch mal ein weiteres, gemeinsames Projekt von Euch geben?

Dietrich: Also, ich hoffe doch, oder?

Kessler (imitiert Biolek): Wir nehmen eine Platte auf.

Dietrich: Ja, auf jeden Fall gerne. Ich denke schon, dass der Michael auch bereit wäre für Abenteuer.

(Beide lachen)

Redaktion: A propo ihr nehmt eine Platte auf, wie sieht denn das bei Dir aus in Richtung Musik, kommt da noch irgend etwas?

Dietrich: Ich habe letztes Jahr ein Album herausgebracht, mit dem ich auch viel live unterwegs war. Es heißt "Damenwahl". Mit einem Swing-Orchester von acht Mann. Da habe ich Lieder von Heinz Erhardt oder alte UFA-Hits, aber auch viele eigene Nummern, die sich darin sehr gut einreihen. Es hat sicherlich riesen Spaß gemacht, mir dabei zuzusehen, und mir damit auf der Bühne zu stehen. Das ist das, was man sich musikalisch von mir momentan gerne kaufen kann, wenn man will.

Redaktion: Gibt es noch Fernsehprojekte in nächster Zeit, wo Du zu sehen sein wirst oder ist da etwas geplant?

Dietrich: Da gibt es ja immer wieder irgendwelche Plattformen, die mich…

(Im Hintergrund wird "Eine Insel mit zwei Bergen" gespielt)

Dietrich: Nein, unser gemeinsames Ding.

Kessler: Wir haben Jim Knopf und Lukas …

Dietrich: …in der "Wochenshow" gehabt. Und das war der alte Lukas, nicht? Wo waren wir jetzt stehen geblieben?

Kessler: Platte. …Nein, da waren wir schon. Fernsehprojekte.

Dietrich: Fernsehprojekte, auf jeden Fall. Ich bin ganz oft präsent in diversen Unterhaltungsshows. Wir arbeiten auch nach wie vor an einem eigenen Format. Ich denke, der Zeitpunkt rückt immer näher, ich reife immer mehr und irgendwann ist es dann soweit.

Redaktion: Glaubst Du, dass es auch mal eine Fortsetzung der "Wochenshow" geben wird und würdet Ihr beide auch noch mitmachen wollen?

Kessler: Es sind immer wieder Fortsetzungen von "Samstag Nacht" und "Wochenshow" geplant, die Sender wollen das immer mal wieder wiederbeleben.

Dietrich: Ich finde es schade, dass es so was in der Art nicht gibt.

Kessler: Ich glaube nicht mehr an dieses Format. Das ist vorbei

Dietrich: Ja, eben. Aber so etwas Ähnliches würde ich mir schon wünschen, weil ich halt ein Show-Mensch bin. Ich wünsche mir schon eine Show, wo Sketche live gespielt werden, mit Einspielern und mit Gesang. Also mit allem, was irgendwie Unterhaltung umfasst. Weil das heutzutage eben selten ist. Deswegen ist man ja schon gezwungen, manchmal Florian Silbereisen zu gucken.

Redaktion: Das ist doch ein schöner Abschluss, da würde ich sagen, vielen Dank.

Dietrich: Gerne.

Kessler: Gerne.

Der Beitrag wurde am 18.03.2009 von jh verfasst.

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