Game of Thrones (2011-...)

  • Eine Fantasyserie der besonderen Art


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    Game of Thrones wurde nach einer Vorlage des Fantasy-Romanzyklus Das Lied von Eis und Feuer von George Raymond Richard Martin gedreht. Das bislang fünf Bände umfassende Werk spielt in einer stark an das Mittelalter angelehnten Fantasiewelt. Hauptschauplatz ist der Kontinent Westeros, der im Norden durch einen Eiswall von Wilden und einer Art Zombies abgegrenzt wird, die zu Beginn der Serie erwachen, nachdem sie vorher so lange schliefen, dass viele Einwohner von Westeros sie für eine Legende halten.


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    In der befestigten Eismauer haust die "Nachtwache", eine Art Mischung aus Elitetruppe und Strafversetztenkommando, in die sowohl Verbrecher als auch Personen abgeschoben werden, die ihren Familien unliebsam sind, weil sie beispielsweise unstandesgemäßen Verbindungen entstammen. Auch politische-dynastische Gegner, die man besiegt hat, aber aus verschiedenen Gründen nicht töten will, lassen sich in der Nachtwache entsorgen.


    Hauptthema der ersten Staffel von Game of Thrones ist der Kampf um die Macht in den sieben Königreichen von Westeros, den mehrere Geschlechter mit allen denkbaren Mitteln führen. Eines davon, die sehr blonden Targaryen, flüchtete nach seinem Sturz auf den Nachbarkontinent Essos, wo es durch die Verbindung mit einer Reiterhorde, den Dothraki, eine Rückkehr auf den Schwerterthron plant. Dabei spielen auch Dracheneier eine Rolle, von denen hier noch nicht zu viel verraten werden soll. Wer mehr über Game of Thrones lesen will, darf sich auf dazu auf einen ausführlichen Artikel von Hans Schmid freuen, der demnächst auf Telepolis erscheint.
    Peter Mühlbauer

    Quelle: http://www.heise.de/tp/blogs/6/151462


    Die Kritik eines Amazon-Kunden:


    Man muß bei dieser Serie einen etwas längeren Atem haben, die ersten fünf Folgen führen hauptsächlich in die Geschichte und die handelnden Personen ein (es passiert aber schon so einiges), danach wird es dramatischer. Man wird nicht, wie leider in Serien meist üblich, berieselt, sondern ein gewisses Mitdenken ist nötig, um das Dargebotene in seiner Vielschichtigkeit zu verstehen. Aber keine Angst, dies ist kein hoch intellektuelles Werk, sondern es unterhält auch sehr gut.


    Die Schwertkampfszenen sind ebenfalls sehr gut choreographiert, ein Beispiel:


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    Helden gibt es als solche eigentlich nicht, alle haben ihre guten und schlechten Seiten, die manchmal erst mit der Zeit zutage treten.


    Interessant ist auch, daß die vom Schicksal nicht so Begünstigten (ein Zwerg, ein gelähmtes Kind, ein Bastardsohn, ein feiges Mitglied der "Night's Watch") trotz einer harten und ihnen feindlich gesinnten Umwelt mit ihren Begabungen besonderes vollbringen.


    Die erste Staffel ist ungekürzt (FSK16) auf DVD/Bluray erschienen, die zweite Staffel wird gegenwärtig auf Sky Atlantic ausgestrahlt, die dritte wird z.Zt. gedreht. Die DVD-Box kann auch in guten Videotheken oder Bibliotheken ausgeliehen werden.


    Obwohl dies eine US-Serie ist, wirkt sie durch die vielen britischen Darsteller und die Geschichte selbst eher wie aus dem UK.


    Hier noch der versprochene Clip zur bereits vorgestellten Musik:


    SDqWu-TSnfw The King's Arrival (Ankunft des Königs)


    und noch ein paar Musikclips:


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    Lied mit eng. Untertiteln, meiner Meinung nach besonders zu empfehlen!

  • Wow, was für eine umfangreiche Vorstellung.
    Aus akuter Zeitknappheit wg. Reisevorbereitungen habe ich mir erstmal den Vorspann angesehen. Ganz nett, auch wenn die Musik sehr Schema F ist ... ich meine, Einflüsse von Basil Poledouris (Conan der Barbar) und Jerry Goldsmith (Total Recall) herauszuhören.
    Hauptvoraussetzung, um sich auf ein solches Fantasy-Epos einzulassen, ist vermutlich die Bereitschaft, diese ganzen unterschiedlichen Welten zu studieren oder sich damit auseinandersetzen zu wollen ... das ist immer der Punkt, an dem ich scheitere ;)

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    "Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."


    Konfizius

  • Gestern habe ich durch Zufall in die Serie hineingeschaltet und einen ca. 10minütigen Teil gesehen, der mir aber auch gereicht hat. Im Wesentlichen zu sehen waren ein "junger Prinz" mit schlechtsitzender Perücke und seine ebenso wasserstoffblonde, äußerst debil anmutende Schwester, die der Prinz mit einer noch wesentlich debiler anmutenden "Barbarenkrieger" (oder so) verkuppeln wollte.
    Das Ganze war aufgrund der miserablen schauspielerischen Leistungen (Synchronisierung eingeschlossen) kaum zu ertragen und wurde nach einigen schmerzhaften Dialogen unter der intellektuellen Gürtellinie von mir mittels gezieltem Druck auf den Aus-Schalter meines Fernsehers beendet.

  • Urteilst Du immer so voreilig?


    Zehn Minuten zwischendrin mit schlechter deutscher Synchronisation reichen schon für die Höchststrafe (!). Nee, mein Guter.
    Ich würde empfehlen, die erste Staffel in einer gut sortierten Videothek oder Bibliothek auszuleihen und sich in der Originalsprache mit oder ohne deutsche Untertitel zu Gemüte zu führen. Dann kannst Du immer noch den Bannstrahl schleudern oder auch nicht.

  • Urteilst Du immer so voreilig?

    Nur, wenn etwas wirklich peinigend ist ;)


    Tut mir leid, dass das Urteil so harsch ausfiel - aber um Dich versöhnlicher zu stimmen, gebe ich hiermit öffentlich und reumutig zu Protokoll:
    Ich selbst habe eine Zeitlang jeden Tag auf RTL KZ-SS ... ähhh, GZSZ gesehen, also Gute Zeiten schlechte Zeiten ....
    Ich selbst habe eine Zeitlang Xena - Die Kriegerprinzessin gesehen!
    Und deswegen weiß ich auch, dass man von Trash abhängig werden kann ... auch von Fantasy-Trash. (Die TV-Produzenten wissen das übrigens auch und wollen uns in der Weise konditionieren!)


    Nein, im Ernst: Wenn man eine Serie und ihre Charaktere ins Herz geschlossen hat, dann bleibt man am Ball. Völlig egal, wie albern das ganze ist ... oder wie schlecht die Perücke sitzt ... oder ob es aussieht wie ein Soft-Porno mit Wrestling-Barbaren... ;)

  • Auf moderne Fantasy-Produktionen kann ich mich überhaupt nicht einlassen, mag es noch so gut gemacht sein, wie z.B. auch Herr der Ringe.

    Nein, im Ernst: Wenn man eine Serie und ihre Charaktere ins Herz geschlossen hat, dann bleibt man am Ball. Völlig egal, wie albern das ganze ist ... oder wie schlecht die Perücke sitzt ... oder ob es aussieht wie ein Soft-Porno mit Wrestling-Barbaren... ;)

    Was glaubst du, wie verstört ich war, als mein Vater mir gestand, seit geraumer Zeit Lindenstraße zu verfolgen. Von den ZDF-Liebeskomödien wusste ich schon vorher, aber das hätte ich ihm nicht zugetraut. So hat eben jeder seine kleinen Geheimnisse und Sünden.

  • Was glaubst du, wie verstört ich war, als mein Vater mir gestand, seit geraumer Zeit Lindenstraße zu verfolgen. Von den ZDF-Liebeskomödien wusste ich schon vorher, aber das hätte ich ihm nicht zugetraut. So hat eben jeder seine kleinen Geheimnisse und Sünden.

    Ich glaube, es gibt so bestimmte Mechanismen, die unterbewusst greifen - da hat man keine Chance! Wer ganz feine Sensoren hat, der merkt vielleicht noch: *Jetzt wird mein Interesse auf etwas gezogen, was mich eigentlich gar nicht interessiert... Ich will eigentlich gar nicht wissen, was mit diesen uninteressanten Charakteren in der nächsten Folge passiert!* --- Aber dann ist der Zwang da: Du musst einschalten, Du mußt - Du mußt - Du mußt - einschalten...
    Und dann ist es zu spät.


    Neulich habe ich mit einer Freundin Forsthaus Falkenau gesehen. Es war furchtbar. Aber dennoch war der Spannungsbogen so angelegt, dass wir unbedingt die nächste Folge sehen wollten, um herauszufinden, wie es weitergeht. (Das grenzt jetzt an Perversion, ich weiß.)
    Zum Glück haben wir beide es vergessen.
    Zum Glück ...
    Noch mal davon gekommen. :S

  • Hat Forsthaus Falkenau nicht weitestgehend abgeschlossene Geschichten?

    Seine Frau wollte ihn verlassen - also den Hardy-Krüger (?)-Sohn. Das wurde am Ende nicht aufgelöst. Nur der zwischenzeitlich entführte Hund (Sina) kam zurück, und das war der Schluss.
    Seine Frau wurde übrigens von einer Person verkörpert, die für mich die Antithese zu jeder Form von Schauspielerei darstellt. Das müsste man studieren, so schlecht war das.

  • Ich habe ja diese Serie ja recht ausführlich vorgestellt. Es würde sich vielleicht empfehlen, vor einem endgültigen Urteil durchzulesen, worum es sich bei der recht komplexen Geschichte überhaupt handelt.
    Ich bin richtiggehend etwas entsetzt, wie Du es fertigbringst, nach zehn (!) Minuten ein für Dich ehern feststehendes Urteil über die Güte der Serie zu fällen. Da machst Du es Dir sehr einfach. Und der Vergleich mit aktuellen deutschen Serien unterster Qualität hinkt doch gewaltig.


    Nach meiner Meinung ist es durchaus nicht von Nachteil, Urteile etwas langsamer zu fällen, und sich die Möglichkeit einer Korrektur stets offenzuhalten.

  • Ich finde es eigentlich legitim für sich ein solches Urteil zu fällen. Er verbietet damit niemanden die Serie zu sehen oder sich ebenfalls selbst ein Urteil zu bilden. Ich bin auch kein Freund dieser Art von Serien und ich finde da - wenn kein allgemein großes Grundinteresse vorhanden ist - es schon sehr ordentlich, der Serie 10 Minuten eine Chance zu geben. Dass man ggf. ein Fehlurteil fällt und nach längerer Betrachtung unter Umständen mehr Freude an dem Produkt entwickelt ist natürlich eine andere Sache. Bei der großen Auswahl an Filmen, Serien oder auch Büchern oder sonstiges kann man nicht allen Produktionen viel Zeit widmen. Man muss eben überlegen, was interessant ist und worauf man Lust hat und da sind erste Eindrücke wichtig.

    "Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."


    Konfizius

  • Ich habe ja diese Serie ja recht ausführlich vorgestellt. Es würde sich vielleicht empfehlen, vor einem endgültigen Urteil durchzulesen, worum es sich bei der recht komplexen Geschichte überhaupt handelt.
    Ich bin richtiggehend etwas entsetzt, wie Du es fertigbringst, nach zehn (!) Minuten ein für Dich ehern feststehendes Urteil über die Güte der Serie zu fällen. Da machst Du es Dir sehr einfach.

    Lieber Andrew, ich habe nur ein Leben - da kommt es auf zehn Minuten durchaus an! Warum sollte ich anfangen, etwas gründlich zu studieren, was nach meinen Maßstäben einfach schlecht gemacht ist?


    Ich fand, die Serie sieht doof und billig aus.


    Für Dich ist das große Kunst. Und weißt du was? Habe ich kein Problem mit. Finde ich wunderbar. Wobei ich mich doch wundere, wie ein anspruchsvoller Cineast dazu kommt, sich solchen Fantasy-Trash reinzuziehen ... aber die Geschmäcker sind unentwirrbar ;)

  • Ui doof und billig? Das Urteil hab ich ja noch gar nicht gehört :D Aber ja klar, jeder hat das recht zur eigenen Meinung. Habt ihr denn auch die Bücher dazu gelesen? Soweit ich weiß sagen auch die, die das Buch gelesen haben, das die Serie gut verfilmt ist. Oder irre ich mich da? Ich bin nämlich etwas unentschlossen, ob ich die ganzen dicken Schinken lesen soll oder nicht...

    Lache nicht über jemanden, der einen Schritt zurück macht. Er könnte Anlauf nehmen.

  • Ich habe zwar nicht die Bücher gelesen, habe aber alle drei Staffeln im englischen Original gesehen und bin begeistert. Klar, manche Schauspieler gefallen einem besser als andere, aber bei der schieren Masse an Charakteren kann ich da drüber hinwegsehen. Ich muss Detlef allerdings recht geben, gerade in der Targaryen / Khal Drogo Storyline hat man Flashbacks an Fantasytrash à la Xena oder Beastmaster. Andererseits finde ich den "jungen Prinzen mit der schlechtsitzenden Perücke" (;)) gut geschauspielert. Und auch seine wasserstoffblonde Mutter und sein Onkel Jamie erfahren gerade in der dritten Staffel eine schauspielerische Renaissance.


    Meine einzige Befürchtung ist, dass die nächste Staffel die Rachefantasien der Zuschauer durch "Fan-Favorite" Arya Stark befriedigt und das Konzept von politischem Machtkampf über Bord wirft. Aber vielleicht kann ja jemand, der die Bücher gelesen hat, mir eine Entwarnung geben. :D