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Andrew

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 10. Juni 2011

Beiträge: 347

1

Mittwoch, 20. Juli 2011, 21:37

Hitlergruß als alltägliche Grußformel in Filmen

Hallo,

bekanntlich wurde der im Alltag des dritten Reiches obligatorische Hitlergruß in Filmen nur selten verwendet.
Ich kenne jedoch eine Ausnahme: Den Spionage- und Propagandafilm "Achtung! Feind hört mit!" von Artur Maria Rabenalt aus dem Jahr 1940. Dort wird ganz exzessiv davon Gebrauch gemacht, begleitet auch von den zugehörigen Armbewegungen. Also ein hierin geradezu authentischer Film.
Weiß jemand von Euch, ob es noch andere Filme gibt, in denen der Hitlergruß auch so häufig auftaucht?

Ich hatte schon den Gedanken, man könnte diesen Film als Unterrichtsmaterial in den höheren Klassen verwenden. Es könnte jedoch passieren, daß sich die Schüler anschließend mit "Heil Hitler" begrüßen.... :huh:
Der Film steht nicht unter Vorbehalt, sondern wurde seit 1981 von der FSK ab 12 zugelassen (nach Kürzung von 8 Minuten) und auf VHS veröffentlicht. Bei der 2. FSK-Prüfung 1996 wurde nochmals eine Minute entfernt.

MfG
Andrew

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Andrew« (20. Juli 2011, 21:54)

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Quax

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 13. Mai 2010

Beiträge: 3 345

2

Mittwoch, 20. Juli 2011, 23:26

Mir fallen noch folgende Filme ein die im Dritten Reich produziert wurden:
(oft wird der Hitlergruß auch nur in der Kurzform praktiziert - mit angewinkeltem Arm)

Damals war der "Deutsche Gruß" (Hiltergruß) in der Öffentlichkeit allgegenwärtig. Beim Eintreten ins Geschäft, im Amt, etc...

"Wunschkonzert"
"Der Gasmann"
"Verräter"
"Die goldene Spinne"
"Hitlerjunge Quex"
"SA-Mann Brand"
"Hans Westmar"
"Heimkehr" ?
"U-Boote westwärts"
"Feinde" ?
"Wer mit seinem Volk nicht Not und Tod teilen will,
der ist nicht wert, dass er mit ihm lebe."

(Jean Paul, 1763-1825, deutscher Schriftsteller)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Quax« (20. Juli 2011, 23:34)

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Andrew

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 10. Juni 2011

Beiträge: 347

3

Freitag, 22. Juli 2011, 00:34

So allgegenwärtig wie in Rabenalts Film wird der Hitlergruß jedoch in den anderen Filmen nicht gebraucht, soweit ich sie kenne. Der Firmenchef Herr Ketttwig (gespielt von dem Opernsänger und Schauspieler Michael Bohnen) verabschiedet sich gar an einer Stelle von seinem Sohn Bernd mit "Heil Hitler, mein Junge."

Von den erwähnten Filmen spielen drei in der sog. Kampfzeit (Hitlerjunge Quex. Hans Westmar, SA-Mann Brand), da war der Gruß noch nicht allgemein üblich. Von den übrigen kenne ich nur "U-Boote" nicht, in den anderen taucht der Gruß nur sporadisch auf. Beim "Gasmann" in der mir vorliegenden, um acht Minuten gekürzten ZDF-Fassung wird er nur einmal als Armbewegung von Heinz Rühmann gebraucht. Sonst wird oft gar nicht gegrüßt (!), also ziemlich unhöflich miteinander umgegangen.
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Deutsche_Farben

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 3. März 2011

Beiträge: 485

4

Samstag, 23. Juli 2011, 12:46

So allgegenwärtig wie in Rabenalts Film wird der Hitlergruß jedoch in den anderen Filmen nicht gebraucht, soweit ich sie kenne.
Soweit ich mich erinnere war der Hitlergruß zumindest in den Filmen, die im Wehrmachtmilieu spielen, relativ weit verbreitet. In den zivilen Unterhaltungsfilmen kam er dagegen gar nicht vor (oder so gut wie gar nicht).
Interessant in diesem Zusammenhang ist dieser leider inzwischen etwas untergegangene Threat:
Fahnen, Uniformen, politische Symbole in Unterhaltungsfilmen
Quax hatte hier hochinteressante Beispiele aus Der Gasmann und Auf Wiedersehen, Franziska gebracht.
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Andrew

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 10. Juni 2011

Beiträge: 347

5

Montag, 25. Juli 2011, 18:47

Es soll noch einen Kriminalfilm geben, in dem der erwähnte Gruß gebraucht wird: Der Polizeifunk meldet (Rudolf van der Noss 1939). Quelle: http://www.blofelds-wallace.de/ (unter 1939 ungefähr in der Mitte der Seite). Ich kenne den Film nicht, er würde mich aber interessieren.
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Quax

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 13. Mai 2010

Beiträge: 3 345

6

Montag, 25. Juli 2011, 19:10

Kenne den Film leider auch noch nicht. Sicher interessant.

Hier der genaue Link:

http://www.blofelds-wallace.de/kriminalfilm-1939.htm

und dann ca. in der Mitte der Seite.

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"Wer mit seinem Volk nicht Not und Tod teilen will,
der ist nicht wert, dass er mit ihm lebe."

(Jean Paul, 1763-1825, deutscher Schriftsteller)
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Andrew

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 10. Juni 2011

Beiträge: 347

7

Montag, 25. Juli 2011, 21:43

Danke für den genauen Link. Bei meinem Browser bleibt die Adresse immer gleich, wenn ich den Link im gleichen Fenster öffne. Wird der Link hingegen in einem anderen Tab geöffnet, erscheint die korrekte Adresse. Entschuldigung.
Diese Site stellt eine richtige Fundgrube für deutsche Kriminalfilme von '33 bis '45 dar. Sehr empfehlenswert.
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Deutsche_Farben

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 3. März 2011

Beiträge: 485

8

Montag, 25. Juli 2011, 22:40

Die Seite ist wirklich gut! Hochinteressant, was es in der Zeit alles für Kriminalfilme gab. Ich bin auf dem Gebiet wenig bewandert.
Kennt jemand Falschmünzer?
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Andrew

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 10. Juni 2011

Beiträge: 347

9

Dienstag, 26. Juli 2011, 13:53

Ja. Ich finde ihn aber nicht so toll wie Herr Blofeld. Kirsten Heiberg, Theodor Loos und Rudolf Fernau als Oberbösewicht spielen gut, teilweise sogar berührend, aber das Script hat einige dramaturgische Durchhänger. Interessant ist die ganz selbstverständliche Zusammenarbeit des Schweizer Kommissars mit der deutschen Polizei. Da steckt zwar bestimmt propagandistische Übertreibung dahinter, aber sicher auch ein wahrer Kern.
Außerdem:
Bekanntlich wurden im Deutschen Reich selbst große Mengen Falschgeld gedruckt (vgl. den Film "Die Fälscher"), es werden hier also auch die eigenen Taten angeprangert. Das kommt in den Propagandafilmen gar nicht so selten vor (siehe auch "Jud Süß").
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Quax

Erleuchteter

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Beiträge: 3 345

10

Dienstag, 26. Juli 2011, 15:04

Ich mag Rudolf Fernau recht gern. Ein wunderbarer Charakterdarsteller. Auch ein netter Kriminalfilm ist "Im Namen des Volkes" aus dem Jahre 1939. Regie führte natürlich der Alleskönner "Erich Engels" der fast nur gute Filme gedreht hat. Rudolf Fernau spielt einen hinterhältigen Verbrecher wie auch in "Verräter", und "Falschmünzer".
"Wer mit seinem Volk nicht Not und Tod teilen will,
der ist nicht wert, dass er mit ihm lebe."

(Jean Paul, 1763-1825, deutscher Schriftsteller)
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ALEXA

Profi

Registrierungsdatum: 8. Juni 2010

Beiträge: 1 076

11

Dienstag, 26. Juli 2011, 22:31

Rudolf Fernau ,mag ich auch sehr gern , Er war der " Gauner " im deutschen Film , so auch noch in " Vom Schicksal verweht " (1942) und als Mörder Dr. Crippen in dem Film " Dr.Crippen an Bord " von 1943 .
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