Sie sind nicht angemeldet.
Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: TV-KULT Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.
Also ich fand den Schluss sehr schön. Wenn ich mich recht entsinne, endet der Film doch mit Heinrich George und seiner Frau bei einsamen Weihnachtsfest und den Gedanken an die Familienmitglieder, die in der Rüstung schaffen bzw. an der Front sind.
Aus dem Giftschrank gibt es immerhin "Die Degenhardts", eine Art Remake von F. W. Murnaus "Der letzte Mann", garniert mit einem ziemlich widerlichen Schluss.
Prof. Abronsius
unregistriert
Nein?Kriegspropaganda und Vernunft schließen sich eigentlich aus. Hier vermisst die Ehefrau den Sohn, der an der Front ist, und Heinrich George erklärt im Predigertonfall, dass schon alles seine Ordnung habe: Denn selbst wenn mal einer für immer von uns geht, kommt ja ein anderer nach. Tröstlich finde ich das nicht.
Anfänger
Registrierungsdatum: 13. Mai 2012
Registrierungsdatum: 10. Juni 2011
(Hans Wollenberg, Lichtbild-Bühne, Nr. 20, 23.1.1928 )
Zitat
(...)Im einzelnen auf die Qualitäten der Inszenierung einzugehen, würde zu weit führen. Es bleibt in summa die unerhört feinsinnige, beschwingte, stilsichere, auf Bilder-Rhythmus und Ausdruckskunst gestellte Regieleistung als eine Arbeit vorbildlicher Art festzustellen. Unter seiner Führung ist Otto Gebühr über sein bisheriges Format hoch hinausgewachsen. Seine Gestaltung des alternden bis zum absterbenden Friedrich ist eine der besten Leistungen filmischer Menschendarstellung überhaupt. Hier gibt es keine Pose, keinen äußeren Effekt. Äußerste, beherrschteste Ökonomie eines von innen heraus gestaltenden, durchaus schöpferischen Spiels zaubern die vollkommene Illusion eines Menschen.
Auch die zahllosen Gestalten um Friedrich herum sind bis zur kleinsten Charge von Lamprecht zu überzeugendem Leben geformt. Kein noch so kleiner Auftritt ohne eine persönliche Nuance und ohne eine innere Notwendigkeit und Beziehung zum Ganzen. Es erübrigt sich, einzelne Namen zu nennen. Die Personen fließen mit der Szene zusammen, werden mit ihr und in ihr zum farbigen, atmenden Bild. Selten sah man in einem Film durchweg eine Bildgestaltung von dieser Vollkommenheit, von dieser Kultur. Es ist eine Welt durch ein Malerauge gesehen. Hier ist man dem Photographen Karl Hasselmann und dem Architekten Otto Moldenhauer die Nennung ihrer Namen als Mitschöpfer schuldig.
Anfänger
Registrierungsdatum: 13. Mai 2012

Zitat
Spielfilm, Deutschland 1933. Drama einer U-Boot-Besatzung während des Ersten Weltkriegs. Neue digitale Abtastung des UFA-Klassikers. Erstveröffentlichung als DVD! Der Film wird vom Originalnegativ 35mm in 2 K gescannt. Die Tonbearbeitung erfolgt vom Tonnegativ. Länge 81 Minuten bei 25 Bilder/Sek.
Registrierungsdatum: 10. Juni 2011
Hallo Sebastian, welche Firma bringt ihn heraus?Hier das Titelbild:
Informationen von der Webseite:
Zitat
Spielfilm, Deutschland 1933. Drama einer U-Boot-Besatzung während des Ersten Weltkriegs. Neue digitale Abtastung des UFA-Klassikers. Erstveröffentlichung als DVD! Der Film wird vom Originalnegativ 35mm in 2 K gescannt. Die Tonbearbeitung erfolgt vom Tonnegativ. Länge 81 Minuten bei 25 Bilder/Sek.
Danke für die schnelle Antwort.Morisel: http://morisel.de/
Ich will noch mal kurz auf das eingehen, was du hier schreibst, Sebastian. Ich will dich darin absolut unterstützen. Ich hab mich über ein Jahr mit einer Biographie aus dem Dritten Reich beschäftigt. Man muss extrem aufpassen. Wir tun uns sehr leicht darin, jemanden zu verurteilen, weil wir das Dritte Reich aus der Distanz kritisch betrachten können. Das konnte damals niemand. Aber in einer Hinsicht sind wir uns zwangsläufig alle gleich: Jeder von uns kann mal seine Werte, für die er sich jetzt auch engagiert einsetzt, in ihrer Entstehung und auch späteren Prägung zurückverfolgen. Irgendwann kommen wir alle an einen Punkt, den wir nicht mehr beurteilen können. Das kann ein zufälliges Ereignis sein oder Erzählungen oder was auch immer. Aber das hat alles in Gang gesetzt. Und spätestens da müssen wir darauf vertrauen, dass wir die richtigen Schlussfolgerungen gezogen haben.Ich denke um die damalige Zeit bzw. die Filme zu verstehen ist es sinnvoll nicht nur zu verurteilen, sondern den Versuch zu starten, zu verstehen, warum es so war bzw. etwas so gemacht wurde. Nur so kann man die damalige Zeit, die damaligen Filme und die Intentionen verstehen, ohne das natürlich gut heißen zu müssen. Ich bin mir sicher, dass wir, wenn wir in den damaligen Umständen aufgewachsen wären, anders gedacht hätten, als wir es heute tun.
Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Conrad« (8. August 2012, 15:19)
Hits heute: 4 051 | Hits gestern: 4 930 | Hits Tagesrekord: 30 457 | Hits gesamt: 8 985 537
Forensoftware: Burning Board® 3.0.8 pl 1, entwickelt von WoltLab® GmbH