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Vogel Specht

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 13. April 2002

Beiträge: 47 882

41

Dienstag, 19. August 2014, 20:31

Das ist wahr. Es wird immer so getan, als wäre alles erst in der Nachkriegszeit gestartet. Was nicht verwundert. MIt so einem Standartwerk könnte man sich einen Namen machen, jedoch wohl eher im kleinen Kreise, da das wohl niemals staatlich oder durch die etablierten Medien gefördert/beworben/unterstützt wird in der aktuellen Situation. Höchstens mal in einem kleinen Beitrag in einem Kulturmagazin. Ebenso wenig würde man Unterstützungen kriegen bei Bestrebungen, dieses Filmaterial durch Blu-ray-Veröffentlichungen beispielsweise der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Bleibt nur zu hoffen, dass das Material gesichert wird, damit es verfügbar ist, wenn es zumindest in (hoffentlich absehbarer) Zukunft andere Möglichkeiten gibt.

Für so ein Standartwerk gibt es wohl auch zu wenig Quellen oder? Die Filmrollen sind da natürlich goldwert. Ansonsten gibt es sicher nicht mehr viel Material. In der verknüpften Doku kann man sehen dass diverse Geräte noch existieren. Weiteres Material würde es wohl nur im Nachlass von damaligen Mitwirkenden geben? Vielleicht wäre ein Webseite zu diesem Thema ein interessanter erster Schritt, u.a. um weitere Interessenten und Leute die ggf. weiterführendes Material haben zusammen zu bringen.

Leider ist man da auf Eigeninitiative der Bevölkerung angewiesen. Das Interesse ist auf jeden Fall ad, wenn auch nicht im ganz großen Rahmen, da viele lieber RTL schauen als sich mit sowas zu beschäftigen ;-) Aber das Stadtschloß in Berlin wird ja auch nur durch Bürgerinitiativen wieder aufgebaut, ebenso die Dresdner Frauenkirche. Selbst das Völkerschlachtsdenkmal wurde damals erst durch das Engagement der Bürger geplant und errichtet.

Denn nicht nur vom kulturellen Standpunkt ist dieser Themenbereich hochinteressant, sondern auch vorallem vom technischen Aspekt her gesehen. Die TV-Kult-Videomagazin-Beiträge über die alten Fernsehgeräte beweisen, dass man mit solchen Themen viele Leute anlocken kann.
„Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“

André Gide
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jh

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42

Dienstag, 19. August 2014, 21:22

Die Frage ist auch, wer eigentlich die Urherberrechte auf die Fernsehsendungen vor 1945 hat. Die Sendungen des DDR-Fernsehens werden ja heute vom Deutschen Rundfunkarchiv verwaltet, daher wird es bei Sendungen aus der Zeit des Dritten Reiches nicht anders sein. Da es sich aber bei dem vorhandenden Material zumindest technisch gesehen gar nicht um Aufzeichnungen der Sendungen handelt, sondern nur um ein "Vor-Ort-Mitfilmen", erscheint die Frage nach den Urheberrechten noch uneindeutiger.

Entsprechende Initiativen zur Veröffentlichung oder zur Zugänglichmachung dieses Materials würde einen ausreichend großen Kreis an Unterstützern voraussetzen, aber dazu wäre wahrscheinlich die Nachfrage zu gering oder einfach die Thematik zu unbekannt. Eine Art Online-Archiv mit kostenlos abrufbaren Ausschnitten halte ich da für noch eher umsetzbar als eine teure Blu-Ray-Veröffentlichung.

Eine interessante Idee wäre es aber, in einem Museum einmal eine Fernsehstube von damals nachzustellen und auf einem nachgebauten Fernsehempfänger (die originalen von damals funktionieren wohl leider nicht mehr) originale Sendungen von damals laufen zu lassen. Gerade das "Haus des Rundfunks" in Berlin wäre dafür ein guter Standort.
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43

Mittwoch, 20. August 2014, 08:32

Ich wollte gestern nicht mehr auf die Schnelle auf Deinen Beitrag antworten, den ich noch gelesen hatte und der einige interessante Fragen aufwirft. Auch ich wäre an der Aufarbeitung der deutschen Fernsehgeschichte vor 1945 sehr interressiert - ebenso an der Veröffentlichung der überlebenden Filmaufnahmen.
MIt so einem Standartwerk könnte man sich einen Namen machen, jedoch wohl eher im kleinen Kreise, da das wohl niemals staatlich oder durch die etablierten Medien gefördert/beworben/unterstützt wird in der aktuellen Situation.
Das ist das Problem. Deswegen ist das Thema für die meisten Filmwissenschaftler / Historiker vermutlich eher randständig - obwohl es hier noch etwas zu entdecken gäbe.
Vermutlich dauert es, bis jemand mit dem Vorsatz daran geht, die schöne, selbstvergessene bundesdeutsche Fernsehgeschichte an ihre "dunklen Wurzeln" zu erinnern ... oder bis irgendwelche antisemitischen Fernsehaufnahmen aus der NS-Zeit auftauchen ... das weckt ja immer immens Interesse. Das einzige, was ich aus dem Fernsehen kenne (Du sicher auch), ist dieser abartige Sketch, in dem mit einem Aufenthalt in Dachau (?) gedroht wird...
Leider ist man da auf Eigeninitiative der Bevölkerung angewiesen.
Sag es ruhig: Der Staat versagt völlig.
Es ist leider so, wir alle wissen es, der Staat versagt auch auf diesem Gebiet, weil er von korrupten, gewissenlosen und inkompetente Funktionsträgern geleitet wird, denen Pflicht, Verantwortung und Idealismus Fremdworte sind.

Für so ein Standartwerk gibt es wohl auch zu wenig Quellen oder? Die Filmrollen sind da natürlich goldwert.
Ich denke, das Fehlen von Schriftquellen ist ein großes Problem. Dass so wenig Aufnahmen überliefert sind, hat für den Forscher aber auch den Vorteil, dass er sich nicht durch Berge von Material arbeiten muss, sondern das Vorhandene quantitativ und qualitativ erfassen und auswerten kann - was bei der Hinterlassenschaft des DDR-Fernsehens z.B. gar nicht möglich wäre oder nur schwer möglich wäre, weil die Lebenszeit nicht ausreicht, wirklich ALLES zu sichten, bevor man zu schreiben anfängt.

jh hatte die Frage der Urheberrechte angeschnitten. Die liegen sicherlich beim Bund. Ob es aber eine gesonderte Auswertungsgesellschfat gibt wie Transit-Film oder die FWM-Stiftung beim Filmerbe vor 45, das ist eine Frage, die ich nicht beantworten kann.

Ausserparlamentarische Opposition
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Vogel Specht

Erleuchteter

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44

Mittwoch, 20. August 2014, 14:52

Vielen Dank für die Ausführungen, die sehr interesasnt sind. Und leider muss ich da auch soweit zustimmen.

Das mit der nachgebauten Fernsehstube finde ich ne gute Idee, so könnte man Interessierte mal auf das Thema in greifbarer Form aufmerksam machen.

Was war denn die offizielle Bezeichnug damals? Also einfach mal als Überlegung für eine Internetadresse. fernsehen-im-dritten-reich.de wäre z.B. noch frei. Mir würde die Zeit fehlen dort täglich dran zu arbeiten, aber man könnte es als lose Sammelstelle von allen greifbaren und bekannten Material mal beginnen aufzubauen.
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André Gide
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jh

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45

Mittwoch, 20. August 2014, 20:13

Die offizielle Bezeichnung des Senders war "Fernsehsender Paul Nipkow". Die Bezeichnung "Deutscher Fernseh-Rundfunk" wurde ebenfalls verwendet, wie auch in der hier kürzlich verlinkten Dokumentation zu sehen ist.
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Vogel Specht

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46

Mittwoch, 20. August 2014, 20:17

Wäre sicher alles noch frei als URL. Wobei es auch alles recht kompliziert ist für eine Webseitenadresse.

@Detlef
Diese "Dachau"-Anspielung, war das nicht eine Ansage (also keine Kabarettnummer) eines Moderators? Ich glaube es war sogar von dieser Dachterassensendung?
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André Gide
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jh

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47

Mittwoch, 20. August 2014, 20:21

Kann es sein, dass Du eine Ansage einer Musiksendung (aber nicht den Dachgarten) meinst, in welcher der Moderator sagt, dass es einige gibt, die immer quer pfeifen und dass diese in ein "Konzertlager" gebracht werden, wo man ihnen die richtigen Flötentöne beibringen wird?
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Vogel Specht

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48

Mittwoch, 20. August 2014, 20:32

Ja genau darum geht es. Weil Detlef von einem Sketch spricht, aber soweit ich mich erinnere war es eben ein Moderator mit einer Ansage.
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André Gide
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49

Donnerstag, 21. August 2014, 07:53

Kann es sein, dass Du eine Ansage einer Musiksendung (aber nicht den Dachgarten) meinst, in welcher der Moderator sagt, dass es einige gibt, die immer quer pfeifen und dass diese in ein "Konzertlager" gebracht werden, wo man ihnen die richtigen Flötentöne beibringen wird?
Genau diese Passage meine ich. Mir war nicht mehr erinnerlich, ob es sich bei dem Vortragenden um einen "Künstler" oder Moderator handelte. Wenn man das heute hört, wird einem natürlich ganz anders. Aber es ist ein meiner Meinung nach ganz wichtiges Dokument, weil es die "andere Seite" des Regimes zeigt: hier Autobahnen und KDF - dort Stacheldraht und Gefangenenbaracke.

Ausserparlamentarische Opposition
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Vogel Specht

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50

Donnerstag, 21. August 2014, 15:41

Ganz genau. Und gerade das wäre auch reizvoll herauszuarbeiten. Wie Du schon sagtest in Verbindung mit der "dunklen Vergangenheit" des Fernsehens, wäre das heute massenwirksam nur möglich, wenn man ausschließlich das negative, peinliche, lächerliche dabei herausholt. Dabei ist gerade die frühe Phase des Fernsehens ein unglaublich spannendes und vielschichtiges Thema, das es wert wäre, in vollem Umfang (was aufgrund des wenigen Materials - wie du schon geschrieben hast - möglich wre) aufzuarbeiten und zugänglich zu machen. Zumal der 100. Jahrestag nicht auf sich warten lässt und es gut wäre, wenn bis dahin viel Material greifbar wäre.
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Vogel Specht

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Donnerstag, 18. September 2014, 18:08

So ein ..... hab das hier verpasst weil irgendwas gehakt hat bei ebay/in meiner Leitung: http://www.ebay.de/itm/Fruehe-Broschuere…5-/131290295924

Ich halte die Augen aber offen. Wenn ich solches Material kriege könnte man bei tv-kult.com oder deutsche-filme.com (tv-kult eignet sich mehr thematisch und weil wir da ja schon viel zu dem Thema im Netz haben) was zu den Anfängen des Fernsehens zusammenfassen. Wobei eine eigene Webseite zu dem Thema schon ne gute Idee ist, einfach, weil man so mehr Leute anziehen kann die sich nur für dieses Thema interessieren. Na mal sehen.
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jh

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Donnerstag, 18. September 2014, 19:26

Ja, so etwas ist wirklich Gold wert. Das Endgebot war sogar noch im Rahmen, was wiederum zeigt, dass das Interesse an den Anfängen des Fernsehens nur sehr wenig verbreitet sein muss.
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Vogel Specht

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Freitag, 12. Juni 2015, 01:01

Sehr interessant:

Zitat

Die erste Fahndung mittels Fernsehen fand am 7. November 1938 in Berlin statt. Sie wurde nach dem Mord an einem Taxifahrer vom legendären Berliner Ermittler Ernst Gennat organisiert.


http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffentlichkeitsfahndung
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André Gide
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jh

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Freitag, 12. Juni 2015, 22:24

Quasi der Vorläufer von "Aktenzeichen XY ungelöst".
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Vogel Specht

Erleuchteter

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55

Donnerstag, 23. Juli 2015, 20:12

Passt indirekt hier rein, finde ich sehr interessant, wobei die "idee" dazu natürlich älter ist (kommt ja u.a. in "Metropolis" schon vor):

http://www.tz.de/muenchen/stadt/fernsehs…en-5277015.html
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André Gide
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Vogel Specht

Erleuchteter

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56

Samstag, 31. Oktober 2015, 01:55

das passt hier wohl am besten rein, sehr interessant:
http://www.abendblatt.de/kultur-live/art…r-Republik.html
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André Gide
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Vogel Specht

Erleuchteter

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57

Dienstag, 26. Januar 2016, 23:36

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André Gide
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