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sk

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 13. April 2002

Beiträge: 47 655

1

Donnerstag, 10. April 2008, 13:59

Rasputin - Orgien am Zarenhof (BRD, 1983)

Ursprünglich ist es ein Monumental-Pornofilm der 80er Jahre. Dieser ist nun in gekürzter Fassung auf DVD bei WVG Medien erschienen.

Habe mir den Film angesehen und eine Rezension verfasst:

"Sowohl die modernen Pornos der heutigen Zeit, als auch die frühen Sex-Filme der 60er und 70er Jahren sind in der Regel nicht sehr hochwertig produziert. Der Fokus wurde und wird auf nackte Haut und auf plumpen Voyeurismus gelegt. Ausnahmen gibt es nur wenige. In den 70er Jahren wurden im Zuge der Legalisierung der Pornografie die ersten Pornos in Spielfilmlänge gedreht und veröffentlicht. Dies waren verhältnismäßig hochwertige Produktionen, die oftmals mehr Handlung und Niveau boten als die zahlreichen Lederhosen- und Reportfilmchen, die es bis dato gab. Alois Brummer, der für viele der eben genannten Sexklamotten nicht unverantwortlich war, oder auch Hans Billian waren an vielen dieser Produktionen beteiligt. Billian legte in den 70er Jahren mit dem ersten – bis heute legendären – Josefine Mutzenbacher Film vor, die einen gleichnamigen Erotik-Romanklassiker als Vorlage hat und im Wien des frühen 20. Jahrhunderts spielt. Man produzierte noch einige weitere Mutzenbacher-Filme, die jedoch immer mehr an Qualität verloren und wagte sich in den frühen 80er Jahren dann an neue Themen."

Hier die komplette Rezension: http://www.tv-kult.com/kritiken/162-rasputin-orgien-am-zarenhof.html


Wie man lesen kann, war ich eigentlich ganz angetan von "Rasputin - Orgien am Zarenhof". Kennt den noch jemand? Vielleicht sogar in der Originalfassung.
„Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“

André Gide
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Deutsche_Farben

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2

Donnerstag, 26. Mai 2011, 19:12

;) Ich kenn nur Katharina, die nackte Zarin (1983, Klaus König), welche ja der Vorgänger zu Rasputin gewesen ist.
Ich fand zumindest diesen Film intellektuell ziemlich trostlos, und da er darüberhinaus im Widerspruch zur Ankündigung noch geschnitten war, hab ich mich dann nachher doch über die Zeitverschwendung geärgert.

Einen Schnittbericht zu Rasputin gibt es hier:
http://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=3266742
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Sebastian

Erleuchteter

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3

Donnerstag, 26. Mai 2011, 19:16

Von "Katharina, die nackte Zarin" kenne ich leider auch nur die geschnittene Vesion. Ebenso bei "Rasputin". Inhaltlich sollte klar sein, dass es sich hier in erster Linie um Pornos handelt, die dann in der geschnittenen Version im Grunde kaum bewertbar sind. Bei "Rasputin" fand ich die Mischung interessant. Da gab es einige Szenen, die von der Machart her sehr an 70er/80er Jahre Kultfilme erinnern und mit den seichten Sexfilmchen der 70er Jahre garnichts mehr zu tun hatten. Dass sich das Genre in den 80ern für eine kurze Zeit in diese Richtung entwickelte, bevor es dann extrem billig wurde, fand bzw. finde ich sehr faszinierend.
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André Gide
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Deutsche_Farben

Fortgeschrittener

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4

Donnerstag, 26. Mai 2011, 19:24

Bei Katharina... heißt es, die geschnittenen Szenen wären verschollen :| Die DVD von Herzog ist jedenfalls nicht empfehlenswert. Wie mir gerade einfällt, war das ja sogar ein Zweiteiler, und ich stelle gerade fest - Entsetzen - dass ich sogar beide Teile gesehen habe. Der zweite war sogar noch etwas schlechter als der erste, weil man erwartet hätte, dass die rudimentäre Handlung zu einem Abschluss geführt werden würde. Aber der Schluss war - man möge daraus keine Anspielung herauslesen - unbefriedigend.
Vielleicht ist Rasputin ja besser, aber ich werde trotzdem einen weiten Bogen darum machen. Um ehrlich zu sein, fällt mir kein einziger deutscher Sex- oder Erotik-Film ein, der wirklich etwas getaugt hätte.
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Sebastian

Erleuchteter

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Beiträge: 47 655

5

Donnerstag, 26. Mai 2011, 19:30

Objektiv gesehen finde ich die Filme inhaltlich auch unterirdisch. Ich sehe sie in erster Linie als Trashfilme an. Ich kann mich dafür begeistern, weil ich den damligen Zeitgeist interessant finde, fast alles in München der 70er Jahre gedreht wurde (als Drehortfreund finde ich das natürlich großartig, gerade weil die 70er und 80er Jahre meine Lieblingszeit in dieser Hinsicht waren) und weil zahlreiche Schauspieler mitspielen, die ich sehr mag.
Wenn man die Filme bewerten möchte geht das nur über die Trashebene bzw. des komödiantischen Aspektes (also bei den einfachen Sexfilme der 70er) oder über die erotisch/sinnliche. Und gerade bei diesem Punkt fallen die normalen Sexfilme durch die Bank weg. Lediglich einige wenige Pornos bwz. Sexfilme sind in diesem Bereich gut. In erster Linie nenne ich da immer Hans Billian, der es schaffte, die Pornos nicht einfach nur platt zu drehen, sondern immer einen gewissen Reiz mit einzubringen. Also eine Handlung und Szenenverläufe die reizvoll sind. Auch wenn dies oft natürlich auf der versauten ebene geschieht, aber so sind Pornos schließlich.
Erst Filme wie "Rasputin" haben noch einmal eine ganz andere Ebene rein gebracht, z.B. die Vermischung der Genres (Historienfilm, Actionfilm, Porno).
„Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“

André Gide
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Deutsche_Farben

Fortgeschrittener

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6

Donnerstag, 26. Mai 2011, 19:32

Ich habe noch nie einen Film von Herrn Billian gesehen, aber schon einiges über ihn gelesen. Die Splatting Image hat mal ein sehr ausführliches Interview mit ihm gebracht (Ende der 90er). Das war schon nicht uninteressant... Aber unter dem Trash-Aspekt schaue ich persönlich lieber Horror- als Pornofilme ;)
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Sebastian

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 13. April 2002

Beiträge: 47 655

7

Donnerstag, 26. Mai 2011, 19:34

Interessierst Du Dich für das Genre? Oder für Historienfilme? Oder wieso hast Du Dir "Katharina" "angetan"? ;-)

Ja das Interview gibt es auch im Netz, das fand ich auch sehr interessant. Bei ihm fand ich so faszinierend, dass er vom Kino kam. Dass er in den 60er Jahren noch Schlagerfilme drehte und für die Constantin gearbeitet hat und dann abgewandert ist. Man merkt in seinen Filmen einfach, dass er handwerklich was kann in der Hinsicht des Filmemachens. Wenn man Pornos oder Sexfilme nicht mag bzw. für so etwas nicht offen ist, braucht man sich die Filme natürlich nicht anzuschauen. Aber wenn man sich für die Genres interessiert, kommt man an Billian nicht vorbei. Selbst die Soft-Versionen seiner Pornos sind oft noch gut. Und das muss man erst mal können.
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André Gide
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Fortgeschrittener

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8

Donnerstag, 26. Mai 2011, 20:52

Um deine Frage zu beantworten: Ich kam vom erotischen Horrorfilm der 70er Jahre - Lebendig gefressen, Patrick lebt! etc. pp. - und stieß so auf Katharina...
Das handwerkliche Kriterium, das Du genannt hast, finde ich ebenfalls bei Horrorfilmen sehr wichtig. Viele von den italienischen Regisseuren, die die frühen Splatterfilme gedreht haben, (Lucio Fulci zum Beispiel) kamen aus ganz anderen Genres, hatten Western, Action-, Spionage-, Erotikfilme, Krimis und Komödien gedreht. Das hat sich neben dem handwerklichen Können m. E. sehr positiv ausgewirkt, während Du die heutigen Splatterfilme überwiegend in der Pfeife rauchen kannst ;)
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