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Lilith

4-fache Frau TV-Kult

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41

Sonntag, 1. Dezember 2002, 01:09

die deutschen machen immer bei jedem mist mit und dann stehn se alleine da. ist nur mal so ne feststellung. geldgier und macht treiben halt.
Ich hasse es, immer Recht zu haben :whistling:
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sk

Redaktionsleiter (sk)

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42

Sonntag, 1. Dezember 2002, 03:45

machen oder machten?
geldgier und macht...? - sehr allgemein ausgedrückt :)
Es gab sicher noch mehr Gründe.
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Pepe Nietnagel
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Lilith

4-fache Frau TV-Kult

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43

Sonntag, 1. Dezember 2002, 11:20

na ja man siehts doch heute auch wieder. da verkaufen die da irgendwelche bombenwerfer oder so und das machen die doch wieder nur wegen geld. aber Naaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaain wir mischen uns ja nirgendwo mehr ein... so ein schwachsinn.
Ich hasse es, immer Recht zu haben :whistling:
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T-Bozz

unregistriert

44

Sonntag, 1. Dezember 2002, 14:34

ich glaub, dass thema ist durch.
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sk

Redaktionsleiter (sk)

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45

Sonntag, 1. Dezember 2002, 15:50

Ich glaube eher das die sich einmischen weil es Herr Bus(c)h will und nicht wegen Geld.
Zudem gab es früher mehr gründe als nur Geldgier und macht - die Leute freuden sich doch zu dieser Zeit schon richtig auf neue Kriege... wenn es nicht irgendwo gepufft hat, wars damals langweilig. Vorallem bei Kriege gegen die Franzosen war man froh...
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Pepe Nietnagel
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Lilith

4-fache Frau TV-Kult

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46

Sonntag, 1. Dezember 2002, 18:22

wie gut dass es jetzt das fernsehen und internet gibt, da brauchts nich puffen, es ist so alleine spannend *g*
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sk

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47

Montag, 2. Dezember 2002, 02:13

Stimmt auch wieder - bzw. die deutschen werden eh nie wieder von sich aus und aus deutschem interesse einen Krieg beginnen. Leider aber für amerikanische Interessen.
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Pepe Nietnagel
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PST

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48

Samstag, 7. Dezember 2002, 11:15

Für die Deutschen geht es natürlich um Geld. Man muss nur um ein paar Ecken denken. Wir beliefern Waffenhersteller mit Kugellager... und stellen auch selber Panzerteile, Motoren usw. her. Oder glaubt ihr wir verkaufen nur an Israel???

Außerdem wenn die Amis das Öl (Der Hauptgrund des ganzen) hat werden Sie an verbündete ja wohl weniger verlangen als an andere. Wenn der Irak die Ölreserven behällt wird er sie teuer an die Westliche Welt verkaufen.

Sadam und seine Waffen (die er von den US im Krieg gegen den Iran bekommen hat) sind doch nur ein vorwand für die Kapitalisten.
Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie
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sk

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49

Samstag, 7. Dezember 2002, 16:51

Freillliiiccchhh
So und ned anners isses!
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Pepe Nietnagel
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sk

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50

Freitag, 4. Juli 2003, 02:54

Auch wenn das Thema schone etwas her ist und bozz sein referat oder was das war schon geschrieben hat (glaub ich) will ich nochmal auf das Thema eingehen, da ich gerade entsprechende Literatur vor mir habe.
MG ist im grunde der einzigste der das mal wirklcih etwas genauer betrachtet hat.

Man muss ja mal die Vorgeschichte betrachten.
England war zur Jahrhundertwende bzw. ende des 19. Jhd. Weltmacht und wollte diese Stellung auf jeden Fall halten. Deutschland stieg dann 1884 mit in die Koloniengeschichte ein und allgemein wurde das noch junge deutschland wirtschaftlich immer stärker. Das drückte sich vorallem durch den Flottenbau aus. Man bedenke aber, dass deutschland zu dieser Zeit nichtmal 1/5 der Flotten hatte, die England besaß. Deutschland wollte im Europavergleich mithalten und fing an immer mehr Flotten zu bauen (Amerika übrigens fing damit, wie Deutschland, parallel an und hatte auch ungefähr die selbe Anzahl der Flotten). Doch England fand dies gar nicht schön, da ihre Stellung als Nr. 1 in der Welt immer gefährlicher wurde. Jedoch störte England komischerweise nicht die USA, die wie deutschland immer mehr Flotten bauten und verbindungstechnisch die größten Vorteile hatte, da diese in fast allen richtungen Meer hatten und deutschland konnte nur durch die Nordsee losfahren.
Es gab dann anfang des 20. Jhd. einige Gespräche zwischen Engländer und Deutschen. Die Engländer wollten, dass die Deutschen ihren Flottenbau zurückstellten und die deutschen wollten als gegenleistung einen bündnisvertrag (der flottenbau weckte auch die hoffnung in Sachen bündnis attraktiver zu wirken für länder wie Engeland). Das lehnte England jedoch ab.
Als nächstes kommt Frankreich dran, die scharf darauf sind, Elsas - Lothringen (zurück)zu erobern.
Als nächstes kommt es immer mehr dazu, dass sich deutschland und rußland "außeinanderleben", dadurch, dass deutschland bündnisee mit Österreich-Ungarn eingeht, die Rußlands "gegner" sind und Frankreich beginnt Bündnisse mit Rußland einzugehen, das bei einem Krieg gegen Deutschland Taktisch wertvoll wäre, da deutschland dann an 2 Fronten kämpfen müsste. Rußland hat gleichzeitig ein Bündnis mit Serbien.
Also Zusammenfassung:
- England ist scharf darauf, deutschland zu schwächen
- Frankreich hat Bund mit Rußland, Rußland hat Bund mit Serbien
- Deutschland hat Bund mit Österreich-Ungarn
- Deutschlands Bund mit Rußland ist abgelaufen und wurde nicht mehr "verlängert", also verfremden sich diese zwei Länder

28.06.1914: Ein bosnisch-serbischer Attentäter im bosnisch-österreichischen Sarajewo ermordet den habsburgischen Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand. Daraus folgt, dass zwischen Österreich-Ungarn und Serbien schwere Spannungen herrschen die z.B. durch die Serbische Presse warm gehalten wird.
28.07.1914: Nach einigem Hin-und-Her erklärt dann Österreich-Ungarn den Serben den Krieg (Mit dem deutschen Reich im Rücken). Serbien hat Rußland im Rücken. Rußland beginnt Truppen zu mobilisieren. Deutschland forderte Rußland auf, dies zu unterlassen.
01.08.1914: Rußland mobilisiert weiter truppen und Deutschland erklärt Rußland den Krieg. Deutschland selbst verpasst es selbst truppen zu mobililsieren, denn die Franzosen beginnen (am 01.08.) auch schon die Truppen richtung deutschland zu mobilisieren, da sie ein Bündnis mit Rußland haben und so hoffnung Schüren "ihr" elsas-lothringen wieder zu erobern. England hält sich bisher noch raus und will sich in den Krieg nicht einmischen, soweit Deutschland und Frankreich sich auch nicht einmischen.
03.08.1914: Deutschland muss handeln. Einerseits sind die deutschen spät dran selbst Truppen zu mobilisieren, andererseits wird es schwer mit Rußland und Frankreich gleichzeitig zu kämpfen, daher muss deutschland schnell handeln. Am 03.08. erklärt deutschland frankreich den Krieg. Deutschland will erst frankreich angreifen, da diese leichter zu schlagen sind als Rußland. Strategisch am besten wäre es, wenn deutschland durch das neutrale belgien marschiert um so dann frankreich anzugreifen. England forderte vorher Frankreich und deutschland auf, die belgische neutralität zu wahren, frankreich sagte gleich zu und deutschland unter der bedingung, dass England dann auch neutral bleibe, was england nicht versprechen wollte. Deutschland versuchte mit Belgien verhandlungen zu führen, um durch Belgien zu marschieren. Belgien erlaubt das jedoch nicht. Um nicht komplett unter zu gehen musste Deutschland trotzdem durch das neutrale Belgien marschieren. England stellt Deutschland ein ultimatum, dies zu unterlassen, was deutschland nicht tat. Deutschland konnte auf diesem durchmarsch nicht verzichten, da daran viel lag.
04.08.1914: England erklärt Deutschland den Krieg

Also wenn man bedenkt wie es vor dem Krieg aussah....

- England hatte angst vor ein immer stärkeren deutschland
- Frankreich war auf gebiete von deutschland scharf
- deutschland wollte wirtschaftlich mit den anderen ländern gleich ziehen

...man muss eindeutig von einer gemeinsamen schuld sprechen. Jeder hat seinen teil dazu beigetragen, die einen eher bewusster, die anderen unbewusster. Es ist einfach einen so einen krieg auf zu drücken... wie es ausging und über folgen wie den versailler vertrag sprechen wir mal ein anderes mal. Als Quelle hatte ich das Buch "Der Krieg der viele Väter hatte"
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/37…eutschfilmed-21
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Pepe Nietnagel
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sk

Redaktionsleiter (sk)

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51

Dienstag, 20. Juli 2004, 15:22

Guido Knopps lieblingsthema ist wohl ausgeschöpft... deswegen gibt es jetzt dokumentationen über das kaiserreich. Wie man in der aktuellen "TV hören und sehen" nachlesen kann, wird die dokumentation wieder mal nicht objektiv sein - knopp schreibt darin "Ohne den 1. Weltkrieg kein Hitler, kein 2. Weltkrieg, kein Holocaust, kein Eiserner Vorhang, kein geteiltes Europa. Keiner dieser Katastrophen wäre die Welt wohl ausgesetzt gewesen, wenn Kaiser Wilhelm II. sich nicht erst am 1. August 1914 der Konsequenz seiner Politik bewußt geworden wäre.“

Ich hoffe es schließen sich mir einige an und schreiben dem ZDF:

http://www.zdf.de/ZDFde/static_pages/kontakt/kontakt_zeitgeschichte/0,2192,,00.html
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Flo.33

Schachmeister & Herr TV-Kult 1 /06

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52

Dienstag, 9. Mai 2006, 00:06

hab gerade auf wikipedia gelesen, daß uns am 8.mai 1918 Nicaracua den Krieg erklärt hat, und hab mich dadurch erst noch mal auf´s neue mit dem Thema 1. Weltkrieg beschäftigt. hab da was sehr interessantes auf hausarbeiten.de gefunden:

"Der Krieg brach in einer Zeit aus, die durch Hochimperialismus, übersteigerten Nationalismus, Rivalitäten u. internationale Krisen gekennzeichnet war. Dtschld. u. Österreich-Ungarn fühlten sich teils durch »Einkreisung« bedroht, teils in ihren Entfaltungsmöglichkeiten als »Weltmächte« behindert; sie hatten aber diese Entwicklung selbst mit zu verantworten. Es bestanden Spannungen mit Frankreich wegen der Elsaß-Lothringen-Frage, mit Großbritannien wegen der dt. Flottenpolitik, mit Rußland wegen seines Drangs zu den Meerengen u. seines panslawistisch motivierten Engagements im Donau- u. Balkanraum. Jedoch begann kein Staat den Weltkrieg aufgrund eines Offensivbündnisses oder mit konkreten Eroberungsabsichten.

Unmittelbarer Anlaß war die Ermordung des österr. Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand u. seiner Gemahlin in Sarajevo am 28. 6. 1914 durch südslaw. Nationalisten. Österreich-Ungarn versicherte sich der Unterstützung Deutschlands u. stellte ein scharfes Ultimatum an Serbien, das abgelehnt wurde. Die daraufhin erfolgende österr.-ungar. Kriegserklärung an Serbien vom 28. 7. 1914 bewog Rußland zu offener Parteinahme für Serbien u. zur Mobilmachung, was wiederum übereilte diplomat. u. militär. Schritte in Dtschld. auslöste, das Anfang Aug. 1914 Rußland u. Frankreich den Krieg erklärte. Das internationale Bündnissystem verursachte nun rasch eine Kriegserklärung nach der anderen. Auf die Seite der Gegner Deutschlands u. seiner Verbündeten traten folgende Staaten: Großbritannien, Japan (Aug. 1914), Italien (Mai 1915), Portugal (März 1916), Rumänien (Aug. 1916), die USA, Kuba, Panama (April 1917), Griechenland (Juni 1917), Siam (Juli 1917), Liberia, China (Aug. 1917), Brasilien (Okt. 1917), Guatemala (April 1918), Nicaragua, Costa Rica (Mai 1918), Honduras (Juni 1918), Haiti (Juli 1918). Zu den sog. Mittelmächten vereinigten sich Dtschld. u. Österreich-Ungarn, ferner die Türkei (Nov. 1914) u. Bulgarien (Okt. 1915).


Die Westfront

Der von A. von Schlieffen 1905 entworfene dt. Operationsplan, der die Umfassung u. Vernichtung der gesamten französ. Armee mittels einer durch das neutrale Belgien führenden weitausgreifenden Offensive vorsah, scheiterte in der Marneschlacht (5.–12. 9. 1914). Nachdem auch der »Wettlauf zum Meer« im Sept./Nov. keine Umfassung des Gegners u. keine Behinderung des brit. Nachschubs gebracht hatte, bestanden keine Hoffnungen mehr, den Krieg rasch an der Westfront beenden zu können. An die Stelle des Bewegungskrieges trat der Stellungskrieg auf einer Front vom Meer bis zur schweizer. Grenze, an die Stelle der Entscheidungsschlachten der Zermürbungskrieg mit gelegentl. Stellungsverbesserungen u. Durchbruchsversuchen. Der Krieg an der Ostfront zwang die Deutschen 1915–1917 zur Defensive an der Westfront (Champagne, Artois, Flandern; 1916 Sommeschlacht, Schlacht um Verdun; 1917 dt. Rückverlegung in die Siegfriedstellung, Tankschlacht bei Cambrai). Fünf dt. Offensiven, die 1918 mit Hilfe der an der Ostfront freigewordenen Truppen unternommen wurden, erreichten nicht den Durchbruch durch die französ. Front, brauchten aber die letzten dt. Reserven auf. Vor der Großoffensive der durch US-amerikan. Truppen entscheidend verstärkten Alliierten mußten die dt. Truppen weichen. Sie zogen sich bis zum 4. 11. 1918 auf die Linie Antwerpen-Maasstellung zurück.


Die Ostfront

Die in Ostpreußen mit zwei Armeen eingerückten Russen wurden noch im Aug./Sept. 1914 bei Tannenberg u. an den Masurischen Seen geschlagen. Österreich-Ungarn errang Anfangssiege bei Krasnik u. Zamosc-Komarow, mußte dann jedoch auf die Karpaten zurückweichen. 1915 beendete ein dt. Sieg über die Russen in der Winterschlacht in Masuren u. ein dt.-österr. Durchbruch in Galizien (Gorlice u. Tarnow ) den russ. Druck auf die Grenzen. Der dt. Vormarsch im Baltikum u. in Südostpolen führte zum allg. Rückzug der Russen, die einer Entscheidung auswichen. Russ. Gegenangriffe (Brussilow-Offensiven 1916, Kerenskij-Offensive 1917) konnten teils von dt. Truppen aufgefangen werden, teils wurden sie durch Auflösungserscheinungen im russ. Heer u. durch die von der dt. Regierung geförderte Oktoberrevolution in Rußland entwertet. Der dt. Gegenangriff in Ostgalizien u. im Baltikum mit der Eroberung der Inseln Ösel u. Dagö führte zum Waffenstillstand mit der Sowjetregierung am 15. 12. 1917. Nachdem Rußland die eingeleiteten Friedensverhandlungen abgebrochen hatte, besetzte Dtschld. Anfang 1918 weite russ. Gebiete. Daraufhin schloß Sowjetrußland am 3. 3. 1918 mit den Mittelmächten den Frieden von Brest-Litowsk.


Die Balkanfront

Die Österreicher besetzten am 2. 12. 1914 Belgrad, mußten aber vor der serb. Offensive über die Donau zurückgehen. Durch einen dt.-österr.-bulgar. Angriff gelang seit Sept. 1915 die Eroberung von Serbien, Montenegro u. Albanien. Die seit Okt. 1915 in Saloniki gelandeten brit.-französ. Truppen bauten in Makedonien eine neue Front auf. Die Rumänen wurden von den Mittelmächten Ende 1916 rasch niedergeworden (9. 12. 1917 Waffenstillstand, 7. 5. 1918 Friede von Bukarest ). Am 15. 9. 1918 brach Bulgarien unter dem Druck der Saloniki-Armee zusammen; am 29. 9. schloß es mit den Alliierten den Waffenstillstand von Prilep. Der Zusammenbruch der Balkanfront machte die militär. Niederlage der Mittelmächte offenkundig.


Die Italienfront

Der italien. Vormarsch begann am 26. 5. 1915, führte aber in elf Isonzoschlachten nur zu verhältnismäßig geringen Erfolgen. Mit Hilfe von Ententetruppen wurde der Zusammenbruch Italiens schließlich verhindert u. die österr. Offensive am 15. 6. 1918 aufgehalten. Eine italien. Gegenoffensive gegen die von den Ungarn verlassene österr. Front führte zum Durchbruch u. zum Waffenstillstand von Padua am 4. 11. 1918.


Die Türkei

Türk. Angriffe gegen Ägypten u. im Kaukasus scheiterten. Die alliierten Landetruppen auf Gallipoli wurden mit dt. Hilfe zum Rückzug gezwungen (1915). Brit.-französ. Druchbruchsversuche an den Dardanellen waren vergeblich. Die Briten eroberten 1917 Bagdad zurück u. besetzten bis zum Herbst 1918 Palästina. Am 30. 10. 1918 schloß die Türkei den Waffenstillstand von Mudros. Die deutschen Kolonien wurden von den Gegnern bald erobert: 1914 Tsingtau (Qingdao) u. Togo, 1915 Dt.-Südwestafrika u. 1916 Kamerun. Die dt. Schutztruppe vermochte zwar Dt.-Ostafrika nicht zu halten, leistete aber bis nach dem Waffenstillstand 1918 Widerstand.


Der Seekrieg

Der mit illusionären Erwartungen begonnene Unterseebootkrieg fügte zwar dem Gegner beträchtl. materielle Verluste zu; er führte aber zum Kriegseintritt der USA, der die Niederlage der Mittelmächte zur Folge hatte. Die dt. Schlachtflotte kam mit Ausnahme der Seeschlacht am Skagerrak (1916) nicht zum Einsatz.


Der Luftkrieg

entwickelte sich erst im Laufe des Krieges. Französ. u. brit. Bombenangriffe auf dt. Städte wurden mit Luftangriffen auf französ. u. brit. Städte (bes. London) erwidert. Die dt. Luftüberlegenheit an der Westfront ging nach der Ankunft der Amerikaner verloren.


Das Ende

Nach einem überstürzten, von der Obersten Heeresleitung zu verantwortenden dt. Waffenstillstandsersuchen, das sich auf Präs. W. Wilsons »Vierzehn Punkte« berief, endete der 1.Weltkrieg am 11. 11. 1918 durch den Waffenstillstand von Compiègne, der das Dt. Reich wehrlos machte. 1919 folgten die Friedensschlüsse in den Pariser Vorortverträgen. Auf seiten der Mittelmächte hatten 24,2 Mill. Soldaten an den Kämpfen teilgenommen, auf seiten der Alliierten 42,9 Mill. Rd. 10 Mill. Soldaten waren gefallen, 20 Mill. verwundet worden, 6,5 Mill. in Kriegsgefangenschaft geraten. Auf Dtschld. kamen 1,8 Mill. Gefallene, 4,2 Mill. Verwundete u. 600000 Gefangene. Dem Nahrungsmangel infolge der Blockade fielen in Dtschld. ca. 750000 Menschen zum Opfer.


Politische Entwicklung in Deutschland

Der 1.Weltkrieg beendete für Dtschld. eine Phase ununterbrochener Prosperität seit den 90er Jahren des 19.Jh. In anfängl. Kriegseuphorie erhoffte man von dem erwarteten raschen Sieg eine innere Versöhnung der in sich gespaltenen Nation durch grundlegende Reformen, die auf gemeinsamen Kriegsanstrengungen basieren würden. Der zunächst von allen Parteien gewahrte »Burgfrieden« u. die Ausgleichspolitik des Reichskanzlers Bethmann Hollweg scheiterten an unüberbrückbaren Gegensätzen in den Fragen der Kriegsziele u. einer innenpolit. Neuorientierung. In der Außenpolitik vertrat die eine Seite annexionistische Konzeptionen (Septemberprogramm, Kreuznacher Programm), die andere war um Ausgleich bemüht (undifferenziertes Friedensangebot der Mittelmächte 1916, Juliresolution 1917). Innenpolitisch scheiterte der Reformkurs mit der Osterbotschaft u. der Entlassung Bethmann Hollwegs 1917. Seitdem standen sich die reaktionär-restaurativen, teils bereits auf eine moderne Militärdiktatur abzielenden Kräfte der 3. Obersten Heeresleitung (Hindenburg u. Ludendorff ), die einen Siegfrieden anstrebten, u. die neue Mitte-Links-Mehrheit des Reichstages, die einen Verständigungsfrieden wünschte, unversöhnlich gegenüber. Die Heeresleitung fand breite Unterstützung in der Dt. Vaterlandspartei u. blieb politisch so lange bestimmend, wie Hoffnungen auf einen Sieg geweckt werden konnten. Die Reichstagsmehrheit stützte sich auf den Volksbund für Freiheit u. Vaterland, kam aber erst zum Zuge, als die Niederlage der Mittelmächte feststand. Die Tatsache, daß Dtschld. militärisch besiegt war, wurde jedoch schon bald nach Kriegsende von den Verfechtern eines Siegfriedens geleugnet (Dolchstoßlegende).

Die dt. Nation war somit Ende 1918 tiefer gespalten als je zuvor. Bei dem Versuch, das Volk wieder zusammenzuführen, stand die neue Führung, die sich alsbald auf eine parlamentarisch-republikanische Staatsform einigte, vor größten Schwierigkeiten: Der Friede von Versailles war eine schwere Belastung, die vom Krieg verursachte materielle Not war lange Zeit nicht zu beheben, u. die traditionelle Führungsschicht bestritt ihre Verantwortung für Krieg u. Niederlage. Dies alles trug zum späteren Scheitern der Weimarer Republik bei.


Internationale Bedeutung

Der 1.Weltkrieg veränderte das Staatengefüge Europas. Zwei Vielvölkerstaaten – Österreich-Ungarn u. das Osmanische Reich – wurden aufgelöst, Rußland verlor seine nichtruss. Westgebiete. Zahlreiche neue Staaten entstanden, u. viele Grenzen wurden verändert. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker wurde jedoch nicht durchgesetzt; auch in den neuen Staaten bestanden weiterhin Probleme nationaler Minderheiten, oder es wurden neue derartige Probleme geschaffen. Das dynastische Prinzip erlitt eine Niederlage; die Monarchie verschwand in Dtschld., Österreich-Ungarn, Rußland u. dem Osmanischen Reich. Der 1.Weltkrieg führte zur bolschewist. Revolution in Rußland u. zum Eintritt der USA in die Weltpolitik. Das Jahr 1917, in dem beides geschah, wird vielfach als der eigentl. Schlußpunkt des 19.Jh. u. Beginn einer neuen Epoche angesehen."
Wer kämpft, kann verlieren.
Wer nicht kämpft, hat bereits verloren.

"Kämpfen Jürgen kämpfen; kämpfen Jürgen kämpfen!"


- 8-facher "Mr. TV-Kult" -

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Sebastian

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53

Dienstag, 28. September 2010, 02:11

Auch die Bild hat das Thema nochmal aufgegriffen: http://www.bild.de/BILD/politik/2010/09/…-weltkrieg.html

Am Sonntag zahlt die Bundesrepublik das letzte Mal für den Versailler Vertrag. Erst letzte Nacht habe ich ein Interview mit Gerd Schultze-Rohof geschaut, wo er dies auch nochmal gesagt hat, dass dies erst 2010 endet.
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Pepe Nietnagel
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Sebastian

Redaktionsleiter (sk)

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54

Dienstag, 17. Januar 2012, 16:56

Hat zwar nicht direkt mit der Schuldfrage zu tun, trotzdem möchte ich hier auf zwei Texte hinweisen. Es handelt sich um Brieftext eines einfachen Mannes zu Beginn des Weltkrieges:

http://www.geschriebene-geschichte.de/19…egsausbruch.htm
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Sebastian

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55

Freitag, 24. Februar 2012, 17:55

Heute habe ich ganze 11 neue Zitate zum Thema "1. Weltkrieg" veröffentlicht:

http://www.geschriebene-geschichte.de/19…-niederlage.htm
http://www.geschriebene-geschichte.de/19…iegsverlauf.htm

Gerade das Zitat vom 2. Juli 1915 in der Rubrik "Kriegsverlauf" beschreibt sehr gut den grausamen Kriegsalltag.
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Pepe Nietnagel
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