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Vogel Specht

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 13. April 2002

Beiträge: 47 276

1

Samstag, 30. September 2017, 02:47

Norbert Rohringer (1927-2009)

Jetzt noch ein Thema, das bisher eher spekulativ ist.

Hat jemand von Euch Material zum UFA-Kinderstar Norbert Rohringer aus der Nachkriegszeit? Das einzige, was ich finde, ist dieser Artikel: http://www.reinhold-escher.com/Meckiseit…23_Hochzeit.jpg

Rohringer war in der Nachrkriegszeit Musiker (Jazz-Pianist).

So. Jetzt habe ich im selben Nachlasskarton aus dem ich auch das Fotoalbum von Ernst Reinhard habe, ein weiteres Fotoalbum gefunden, jedoch ein Privatalbum.

Das erste was mir in die Hand fiel auf Seite 1 war eine nicht eingeklebte alte Autogrammkarte (ohne Autogramm) von Norbert Rohringer. Rückseite beschrieben. "Dieses Foto kam am 23.7.02 von Oscar Klein!". Es muss also irgendein Bezug zu Rohringer vorhanden sein. Beim groben Durchblättern des Fotoalbums habe ich viele Fotos aus den frühen 60er Jahren gefunden, von Musikern.

Dann habe ich im selben Karton ein Gemälde auf Holz eines kleinen Kindes gefunden. Ähnlichkeit zu Rohringer ist vorhanden. Mehr habe ich zu ihm erstmal nicht gefunden in dem Karton, wobei ich auch nicht alles im Detail studiert habe. Ich weiss nicht, was noch zu finden wäre.

Als ich gelesen habe, dass Rohringer Musiker war in der Nachkriegszeit, dachte ich mir dann, dass das Fotoalbum wirklich einen Bezug zu ihm haben könnte. Vielleicht sogar von ihm selbst... oder von einem Kollegen. Ganz hinten im Album lag noch eine Ansichtsakrte, gerichtet an Herrn Eduard Bittermann - Absender "Dein Freund Norbert" vom 5.3.1961 - Ob das Norbert Rohringer war...? Beschrieben ist der Text auf einer Ansichtskarte der "Hans Heimann Combo" aus Wollendorf.

Also viele Fragezeichen. Ich denke mal, dass es einfach nur jemand war, der Norbert rohringer durch seine Musik kannte. Wobei die Hauptperson im Album Rohringer schon ähnlich sieht. Wobei er etwasälter wirkt als ein Herr in den 30ern (so alt war Rohringer Anfang der 60er).
„Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“

André Gide
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Nostalgie Fan

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 5. Juni 2017

Beiträge: 156

2

Donnerstag, 12. Oktober 2017, 18:07

Ich kannte Norbert Rohringer bisher noch nicht, aber ich habe mal ein bisschen in seine Filme reingeguckt und jetzt interessiert er mich auch sehr (Vor allem in dem Film "Kollege kommt gleich" (1942) fand ich ihn recht amüsant). Ich habe in letzter Zeit auch etwas zu ihm recherchiert, aber ich habe leider nicht viel über sein Leben in der Nachkriegszeit herausgefunden.
Genauer gesagt habe ich nur eine Kleinigkeit gefunden; Und zwar eine Unterschrift von ihm aus dem Jahr 2003: http://www.cyranos.ch/smrohr-d.htm
(Ob die echt ist, oder ob es sich womöglich um eine Fälschung handelt, weiß ich leider auch nicht)

Zu seiner Zeit als Filmstar findet man schon etwas. Aber es wundert mich auch, dass man gar nichts über sein weiteres Leben in der Nachkriegszeit findet; (keine Fotos, keine Interviews etc.)
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Vogel Specht

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 13. April 2002

Beiträge: 47 276

3

Freitag, 13. Oktober 2017, 21:04

Dieser Beitrag ist von Divine, er kriegt ihn hier nur nich rein kopiert:



Ein sehr interessanter Fall. Über den (mir bis jetzt unbekannte) Darsteller gibt es sicher noch einiges rauszufinden. Leider findet man wirklich sehr wenig über ihn und sein Leben nach 1945.
Aber auch Hinweise die seinen Einstieg ins Filmbusiness erwähnen oder über sein Elternhaus konnte ich nicht finden. Einzig im Buch „Wille und Macht“ von 1942 wird über den Verlauf seiner Karriere berichtet.
Die Ergebnisse über die Google-Bücher-Suche verzeichnen seine Erwähnung in einigen Büchern zum Thema Jazz / Swing Musik.
Nach 1945 hat er (wie bereits oben erwähnt) ein Studium der Musik an der Universität für Musik und darstellende Kunst abgeschlossen. Lebte wohl wieder in Österreich und gehörte der (wohl seiner Zeit sehr bekannten) Jazz-Combo „Fatty George Jazz Band“ an. Dort war er als „Barry“ bekannt und als Pianist auf Tour.
2012 wurde er in der ORF Radiosendung „Radio Kolleg: „Zuerst verboten dann gefördert – Jazz in Österreich zwischen 1940-50“ erwähnt. Dort war auch Musik von ihm zu hören.
Ein weiterer Hinweis ist wohl in dem Buch „Lob und Tadel: Wiener Theaterkritiken 1947-1966“ zu finden. Was möglicherweise daraufhin deutet, dass er innerhalb dieser Zeit zumindest noch auf der Theaterbühne zugegen war. Außerdem findet er in dem Buch „Arbeiterkino linke Filmkultur in der ersten Republik“ erwähnung. Er war für eine Rolle in dem wohl nicht realisierten Filmprojekt „Lilli Marleen“ des österreichischen Regisseurs Frank Ward Rossak vorgesehen. Leider sind genauere Hinweise nicht einsehbar.
Am 30.07.09 im Alter von 82 verstarb Rohringer in Hamburg, wo er zu letzt lebte und wurde auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt.


1945/50: Freunde in Gefahr (EA 1950 als „Ehe in Gefahr“ )
1945: Wir beiden liebten Katharina (unvollendet)
1945: Ein Mann wie Maximilian
1944: Die Hochstaplerin
1944: Das war mein Leben
1943: Kollege kommt gleich
1943: Die Wirtin vom Seehotel / Die Wirtin zum weißen Rößl
1943: Symphonie eines Lebens
1943: Liebesgeschichten
1943: Der Ochsenkrieg
1942: Der Fall Rainer
1941: Heimaterde
1941: Jakko
1941: Mein Leben für Irland
1940: Der Sündenbock
1939: Anton, der letzte
1936: Seine Tochter ist der Peter (Szene geschnitten)
1933: Sonnenstrahl
19??: Lilli Marleen (Als Hauptrolle vorgesehen – Film nicht realisiert)
„Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“

André Gide
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