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No Nick

Meister

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21

Samstag, 25. Juni 2016, 19:36

Sich freiwillig versklaven zu lassen, mag bis zu einem gewissen Punkt gehen, aber nicht europa- und schon gar nicht weltweit. Wie willst du 7 Milliarden Menschen manipulieren, ohne dass es auch nur einem einzigen auffällt? Und wie gesagt: Die Mächtigen müssen mitmachen, aber die machen nicht mit. Deshalb wird es auch die Vereinigten Staaten von Europa vermutlich nicht geben - aber damit auch keine demokratischen Strukturen in der EU.

Es ist vielleicht ein Ansatz, dass die EU sich auf Kernaufgaben beschränkt. Ich glaube nicht, dass unbedingt alles EU-weit geregelt werden muss, in vielen Dingen hätte es aber auch Vorteile, z.B. in der Wirtschaft und in der persönlichen Freiheit. Darüber wird sicher verhandelt werden.
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Vogel Specht

Erleuchteter

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22

Samstag, 25. Juni 2016, 19:45

Es fällt vielen auf. Aber eben nicht genug. In der NS-Zeit gab es auch viele die nicht für das damalige System waren. Aber das bringt nichts das hier auszudiskutieren, wir stufen das alles ganz unterschiedlich ein und im Grunde haben wir das ja alles schon besprochen.

Dass es "klappt" mit der eventuellen kompletten Geschäftswerdung und Unterwerfung der Welt, ist natürlich nicht gesagt. Das Gefährliche in meinen Augen ist nur, dass wenn es sich wieder in eine bessere Richtung bewegt, dass die, die die "One World" als Plant haben/hatten, nochmal andere Mittel anwenden, bevor das Ganze endgültig aufgegeben wird.

Wenn alles friedlich und strukturiert in bessere Bahnen geht, ist das nur wünschenswert. Gerne dann auch mit gemeinsamen Projekten und Dachstrukturen. Aber bitte nicht das Aufgeben von über jahrtausenden gewachsenen Strukturen, Kulturen und Völkern. Denn anders als ein Konstrukt wie die EU lässt sich so eine Vernichtung von Errungenschaften, egal ob aus der Natur oder aus menschlichen/kulturellen Leistungen heraus, nicht so einfach wieder rückgängig machen. Positiv ist da schonmal zu betrachten, dass es im Moment hierzulande beim Thema Fracking noch gut zugeht mit entsprechenden Maßnahmen. Was sich im Zuge von TTIP auch ganz schnell wieder ändern kann.
„Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“

André Gide
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No Nick

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23

Sonntag, 26. Juni 2016, 18:55

Jetzt sagen Politiker in Großbritannien, das Parlament solle das Ergebnis des Referendums kippen, weil es nicht bindend sei.

Ja, warum wird denn eins durchgeführt? Also, wenn die Politik den Rest ihrer Glaubwürdigkeit einfach so wergwerfen will, dann sollen sie so weitermachen. Nein, das Volk hat gesprochen, und die Folgen muss das Vereinigte Königreich höchst selbst tragen. Selber schuld, wenn man sich nicht selbst positionieren mag und stattdessen das überforderte Volk fragt.
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Conrad

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24

Sonntag, 26. Juni 2016, 19:07

Ich bin mal gespannt, wie sich das mit dem Unabhängigkeitsreferendum Schottlands weiterentwickelt. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass sich Schottland tatsächlich abspaltet.
Mal sehen, wie sich der Brexit für Deutschland auswirkt. Ich bin alles andere als ein Wirtschaftsfachmann, aber die Folgen für Deutschland scheinen ja recht unterschiedlich eingeschätzt zu werden.
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Conrad

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25

Sonntag, 26. Juni 2016, 19:29

Aber bitte nicht das Aufgeben von über jahrtausenden gewachsenen Strukturen, Kulturen und Völkern.

Findest du nicht, dass das eine zwangsläufige Konsequenz der Globalisierung ist? Wie sollte man sich dieser Entwicklung denn in den Weg stellen? Sie ist doch längst in vollem Gang.
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No Nick

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26

Sonntag, 26. Juni 2016, 21:00

Ich bin mal gespannt, wie sich das mit dem Unabhängigkeitsreferendum Schottlands weiterentwickelt. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass sich Schottland tatsächlich abspaltet.


In den Nachrichten hieß es, dass das erste Referendum vor allem deshalb gescheitert war, weil Schottland mit der Unabhängigkeit auch nicht mehr in der EU wäre. Diese Grundlage ist aber jetzt entfallen, und die Schotten wollen in der EU bleiben. sie werden lieber aus Brüssel regiert als aus London, hieß es da.

Zitat

Findest du nicht, dass das eine zwangsläufige Konsequenz der Globalisierung ist? Wie sollte man sich dieser Entwicklung denn in den Weg stellen? Sie ist doch längst in vollem Gang.


Und müsste aus meiner Sicht viel schneller vorangehen, aber man muss wohl auch auf Sentimentalitäten Rücksicht nehmen, oder - politisch ausgedrückt - wir müssen auf dem Weg nach Europa alle mitnehmen. Darum wäre ein Europa der Nationen besser als Nationen ohne Europa.
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Conrad

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27

Sonntag, 26. Juni 2016, 21:58

Also mit Schottland bin ich dann wirklich sehr gespannt.

Und müsste aus meiner Sicht viel schneller vorangehen,

Mir ist auch eine andere Entwicklung aufgefallen, die natürlich ganz eng damit zusammenhängt:
Mir fällt hier in München einfach auf, dass man bei den um die 40jährigen häufig noch einen mehr oder weniger starken Akzent hört, weil sie aus Kroatien, Ungarn, Italien, Russland etc. kommen. Aber bei ihren Kindern ist das dann ganz anders: Sie sprechen Hochdeutsch oder sind Dialektsprecher. Wo ihre Eltern noch sagen "Ich bin aus...", da sagen ihre Kinder eher "Ich bin aus Deutschland. Aber meine Eltern kommen aus..." Oder sie sagen, dass ein Elternteil aus einem anderen Land kommt, der andere aber aus Deutschland usw.
Das ist auf jeden Fall bei den 14 bis 15jährigen schon so und setzt sich bei den Jüngeren noch deutlich umfassender fort.

Ich nehme an, dass das bei dir in Berlin genauso ist, oder?

Das ist natürlich nicht representativ, weil es die Leute zunächst einmal in die Metropolen zieht. Aber das zeigt für mich auch, wie sehr alles im Fluss ist und wie weit diese Entwicklung schon fortgeschritten ist. Das ist mir erst vor einigen Wochen so richtig klargeworden.
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No Nick

Meister

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28

Sonntag, 26. Juni 2016, 23:07

Mir ist auch eine andere Entwicklung aufgefallen, die natürlich ganz eng damit zusammenhängt:
Mir fällt hier in München einfach auf, dass man bei den um die 40jährigen häufig noch einen mehr oder weniger starken Akzent hört, weil sie aus Kroatien, Ungarn, Italien, Russland etc. kommen. Aber bei ihren Kindern ist das dann ganz anders: Sie sprechen Hochdeutsch oder sind Dialektsprecher. Wo ihre Eltern noch sagen "Ich bin aus...", da sagen ihre Kinder eher "Ich bin aus Deutschland. Aber meine Eltern kommen aus..." Oder sie sagen, dass ein Elternteil aus einem anderen Land kommt, der andere aber aus Deutschland usw.
Das ist auf jeden Fall bei den 14 bis 15jährigen schon so und setzt sich bei den Jüngeren noch deutlich umfassender fort.

Ich nehme an, dass das bei dir in Berlin genauso ist, oder?


Das ist hier in Berlin alles noch viel einfacher, weil die Koddersprache bei jungen Leuten natürlich bestens ankommt, und das bringt die Menschen auch zusammen. Während viele Dialekte in Deutschland (z. B. das Plattdüütsch) ums Überleben kämpfen, hat der Berliner Dialekt, der allerdings auch zu den plattdeutschen Sprachen zählt, immer noch Konjunktur. Wer hier zu Hause und integriert ist, fühlt sich in der Regel auch zu Hause, und es kommt vor, dass man sogar untereinander deutsch spricht. Sie sagen allerdings nicht das Land an, sondern den Bezirk, aus dem sie kommen. Auch das ist typisch für Berliner, auch für alteingesessene.

Ich kenne das auch aus meiner Zeit bei der Ausländerbehörde: 12 Libanesen einer Großfamilie gucken mich an - keiner hat meine Frage verstanden, weil sie alle kein deutsch sprechen. Da kommt unterm Tisch die Nr. 13 hervor, drei oder vier Jahre alt und in Berlin geboren. Der versteht mich und kann auch übersetzen.

Bei allen Wurzeln, Heimat ist da, wo dein Leben beginnt.
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Conrad

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29

Montag, 27. Juni 2016, 08:33

Bei allen Wurzeln, Heimat ist da, wo dein Leben beginnt.


Diesen Satz kann man sich nicht oft genug vor Augen halten! :)
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Vogel Specht

Erleuchteter

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30

Montag, 27. Juni 2016, 22:58

Joa sowohl Heimat als auch Globalisierung sind breite Begriffe, das kann man nicht so einfach herunterbrechen. In Bayern sagen se in den letzten Jahren immer sowas in der Art "Daheim ist man wo man sich wohl fühlt". Ich habe auch heimatliche Gefühle zu den Heimatorten meiner Großväter, obwohl ich nie dort war. Bei einem war das sein leben Lang ein großes Thema, sodass ich da viel mitbekommen habe.

Bzgl. Globalisierung: Wandel gab es immer und wird es immer geben und das ist auch gut. Jedoch sollte es ein natürlicher Wandel sein und vorallem ein Wandel der produktiv ist und der Erde und der Menschheit etwas bringt. Ansonsten sollte man versuchen dem entgegen zu treten.

Conrad:

Zitat

Findest du nicht, dass das eine zwangsläufige Konsequenz der Globalisierung ist? Wie sollte man sich dieser Entwicklung denn in den Weg stellen? Sie ist doch längst in vollem Gang.


NoNick

Zitat

Und müsste aus meiner Sicht viel schneller vorangehen, aber man muss wohl auch auf Sentimentalitäten Rücksicht nehmen, oder - politisch ausgedrückt - wir müssen auf dem Weg nach Europa alle mitnehmen. Darum wäre ein Europa der Nationen besser als Nationen ohne Europa.


Globalisierung ist extrem vielschichtig. Globalisierung ist in manchen Dingen nicht zu vermeiden, in anderen Dingen sollten die Menschen versuchen es zu vermeiden. Es geht doch beim Gemeinwohl darum, die Dinge, die dem Gemeinwohl mehr Dienen zu schützen. Die Dinge, die dem Gemeinwohl schaden, sollte man entgegentreten.

Globalisierung im Form des Internets ist eine hervorragende Sache und sollte weiter zur Verfügung stehen, soweit es nicht verbrecherisch genutzt wird (u.a. auch in Hinsicht von Ausspionieren).

Globalisierung die zur Folge hat, dass die Städte der Welt immer mehr gleich ausschauen und keine kulturellen und regionalen Eigenheiten mehr haben, sollte bekämpft werden. Ich habe keine Lust in einer Stadt zu stehen und vor Starbucksläden, McDonalsläden, O2läden zu stehen, wo früher mal regionale Geschäfte waren, historische Gebäude und Straßenzüge standen, die es nur an diesem Ort in dieser Form gab und die für die kulturelle Vielfalt der Welt standen.

Kriege gibt es seit es die Menschen gibt. Das ist etwas, was im Rahmen der Globalisierung immer und immer weiter fortgeführt wird. Dem sollte man entgegen treten. Besonders die modernen Kriege, die immer fieser werden, weil immer mehr zivilisten davon betroffen sind, weil sie z.B. verdeckt geführt werden und/oder mitunausgewogener Technik (Drohnen) geführt werden, die auch dafür verantwortlich sind, dass es soviele Zivilisten erwischt.

Globalisierung heißt auch, dass alle möglichen Lebensmittel von einem Ende der Erde an das andere Ende der Erde in zuvor nie dagewesenen Ausmaß verschifft werden. Was das in Bezug auf die benötigte Energie bedeutet, brauche ich nicht zu erwähnen.

Globalisierung steht bisher für immer stärker werdender Ausbeutung von armen (aber im Prinzip doch reichen - also rohstoffreichen) Ländern.

Damit auch verbunden die soziale Schere die immer weiter auseinander geht - fast überall.

...das ist so das was mir bisher einfällt an Beispielen von Globalisierung. Habe ich etwas falsch eingeordnet? Verbessert mich gerne. Habt Ihr weitere Beispiele (gerne auch noch positive! Ich sehe die Globalisierung nicht nur negativ), dann gerne her damit.

Jedenfalls war außer der Kommunikationsaspekt für mich nichts in der Liste dabei, was unvermeidbar wäre im Rahmen der globalisierung. Auch hier würde ich mich über Beispeile freuen. Denn Unvermeidbares gibt es sicher. Aber auch genug Vermeidbares. Und das was unterm Strich nichts Gutes ist, sollte man auch versuchen zu vermeiden. Ich denke da stehe ich nicht allein da mit meiner Meinung?

Achja meine üblichen Theman die ich als Beispiel gerne einbringe (bei der EU) wie Genderisierung, Politische Korrektheit, Gedankenkontrolle, Teile und Herrsche, Zerstörung der Familien usw. würde ich bei Globalisierung garnicht mit rein nehmen. Weil das hat ja mit dem Thema nichts zu tun (oder vielleicht doch bei näherer Betrachtung? Dann greift das Thema gerne auf). Das versucht man dauerhaft sicher auch global durchzusetzen, ist aber ein anderer Schuh vom Grundthema her gesehen, finde ich.
„Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“

André Gide
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Conrad

Profi

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31

Dienstag, 28. Juni 2016, 19:50

Globalisierung die zur Folge hat, dass die Städte der Welt immer mehr gleich ausschauen und keine kulturellen und regionalen Eigenheiten mehr haben, sollte bekämpft werden. Ich habe keine Lust in einer Stadt zu stehen und vor Starbucksläden, McDonalsläden, O2läden zu stehen, wo früher mal regionale Geschäfte waren, historische Gebäude und Straßenzüge standen, die es nur an diesem Ort in dieser Form gab und die für die kulturelle Vielfalt der Welt standen.

Spontan gebe ich dir in vielem recht, aber hier nicht. Kulturdenkmäler, die Orte prägen, bleiben ja stehen und werden nicht abgerissen, sondern bleiben erhalten bzw. werden saniert. Ich bin in den letzten Jahren im Urlaub in vielen Gegenden Europas gewesen, und diesen Eindruck habe ich immer gehabt. Aber du brauchst gar nicht so weit wegschauen. Vor einigen Jahren ist in der Donnersbergerstraße in München mit Gebäuden aus der Zeit um die Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert ein Haus urplötzlich eingestürzt. Das musste originalgetreu wieder aufgebaut werden. Oder nimm die Innenstadt von Freising. Klar werden marode Gebäude saniert oder ggf auch neu gebaut. Kein Haus steht für alle Ewigkeit, aber die Fassaden dürfen nicht verändert werden. Und solche Beispiele kann man endlos bringen. Diese Orte prägen Städte bis hin zu kleinen Dörfern und werden auch deshalb erhalten.
Davon sind Städte übrigens auch abhängig, weil das Touristen anzieht. Stell dir mal Freising ohne den Dom und die ganze Anlage außenrum vor. In Freising wurden in den letzten Jahren sogar extreme Anstrengungen unternommen, um geschichtliche Bauten wiederherzustellen, wie zum Beispiel das alte Gefängnis. Die Gegend fällt mir gerade spontan ein, weil ich das ganz gut beobachten konnte.
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No Nick

Meister

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32

Dienstag, 28. Juni 2016, 23:03

Globalisierung die zur Folge hat, dass die Städte der Welt immer mehr gleich ausschauen und keine kulturellen und regionalen Eigenheiten mehr haben, sollte bekämpft werden. Ich habe keine Lust in einer Stadt zu stehen und vor Starbucksläden, McDonalsläden, O2läden zu stehen, wo früher mal regionale Geschäfte waren, historische Gebäude und Straßenzüge standen, die es nur an diesem Ort in dieser Form gab und die für die kulturelle Vielfalt der Welt standen.


Das hat aus meiner Sicht weniger mit der Globalisierung zu tun als mit den Hauseigentümern, die immer an den Meistbietenden vermieten. Man könnte auch sagen, die den Hals nicht voll kriegen.

Zitat

Kriege gibt es seit es die Menschen gibt. Das ist etwas, was im Rahmen der Globalisierung immer und immer weiter fortgeführt wird. Dem sollte man entgegen treten. Besonders die modernen Kriege, die immer fieser werden, weil immer mehr zivilisten davon betroffen sind, weil sie z.B. verdeckt geführt werden und/oder mitunausgewogener Technik (Drohnen) geführt werden, die auch dafür verantwortlich sind, dass es soviele Zivilisten erwischt.


Mir ist kein Krieg bekannt, den die Globalisierung ausgelöst hätte, wäre ja auch vollkommen unsinnig, seinen eigenen Handelspartner militärisch anzugreifen.

Zitat

Globalisierung heißt auch, dass alle möglichen Lebensmittel von einem Ende der Erde an das andere Ende der Erde in zuvor nie dagewesenen Ausmaß verschifft werden. Was das in Bezug auf die benötigte Energie bedeutet, brauche ich nicht zu erwähnen.


Das ist billiger als die Enerige, die benötigt wird, Ananas in der Antarktis zu ziehen.

Zitat

...das ist so das was mir bisher einfällt an Beispielen von Globalisierung. Habe ich etwas falsch eingeordnet? Verbessert mich gerne. Habt Ihr weitere Beispiele (gerne auch noch positive! Ich sehe die Globalisierung nicht nur negativ), dann gerne her damit.


Sei oben geschehen, zusammengefasst: Globalisierung verursacht weder Krieg noch Armut. Beides entsteht immer dort, wo eben keine gemeinsamen Interessen bestehen und auch nicht angestrebt werden. Ansonsten bin ich bei dir.
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Vogel Specht

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33

Dienstag, 28. Juni 2016, 23:06

Vielen Dank für den Kommentar. Also ich gebe Dir Recht, dass der Punkt auch nochmal zweu verschiedene Aspekte hat. Die Kulturdenkmäler/Gebäude selbst und eben was darin ist. Und die Gleichmachung des Geschäftslebens weltweit (vorallem mit großkonzernen im Rücken) ist zu verurteilen.

Das Zerstören der Gebäude selbst geschieht manchmal ja, manchmal nicht. Glücklicherweise (besonders auch hierzulande) gibt es viele Bemühungen, die alten Strukturen zu erhalten. Die Altstadtfreunde Nürnberg ist da ein hervorragendes Beispiel auf privater Ebene (ohne privaten Einsatz wäre es auch nicht zum Wiederaufbau der Frauenkirche oder des Berliner Stadtschlosses gekommen soweit ich weiss - die Politik hängt sich am Ende natürlich immer mit dran). Denkmalschutz usw. sind auch schöne Beispiele.

Zitat

Vor einigen Jahren ist in der Donnersbergerstraße in München mit Gebäuden aus der Zeit um die Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert ein Haus urplötzlich eingestürzt. Das musste originalgetreu wieder aufgebaut werden.

Top. Wenn man vom Hauptbahnhof wegfährt gibt es auch ein Gebäude, das glaube ich ein Neubau ist oder ein Wiederaufbau, was einfach wunderschön ist. Ich bewundere es jedes Mal aufs Neue.

Besonders in München sind auch die schönen kleinen Häuser in Haidhausen und Giesing zu nennen, von denen es nur wenige Geschafft haben bis heute zu überleben, die aber den gesamten Charme der Stadtviertel ausamcht - oder zumindest fast den gesamten Charme ;-) Die schönen Altbaugebäude sind da ein schöner Kontrast.

Es gibt aber auch viele viele Negativbeispiele. Ich selbst mache ja Stadtführungen in München und sehe das immer und immer wieder, wie auch heute noch schönea lte Gebäude verschwinden. Und das Schlimme ist, dass es scheinbar (mir kommt es so vor) gerade die großen Altbauten sind, die ruck zuck weg kommen, sobald da ein entsprechender Gewinn gewittert wird. Was allein an der Lepoldstraße (besonders kurz vor der Münchner Freiheit) an Altbauten die letzten 10 Jahre weg gekommen sind, ist eine Schande.

Viel schlimmer finde ich, dass es (es gibt ein paar positive Entwicklungen) in den letzten Jarhzehnten kaum eine schöne Architektur gab. Und die zerstört so unendlich viel. Bleiben wir beim Beispiel München: Kaufhof Marienplatz. Marienplatz!
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André Gide
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Vogel Specht

Erleuchteter

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34

Dienstag, 28. Juni 2016, 23:23

Zitat

Das hat aus meiner Sicht weniger mit der Globalisierung zu tun als mit den Hauseigentümern, die immer an den Meistbietenden vermieten. Man könnte auch sagen, die den Hals nicht voll kriegen.

Das hat in meinen Augen sehr viel mit der Globalisierung zu tun. Die immer größer werdenden Riesen-Konzerne wären ohne Globalisierung nicht so groß, könnten ohne Globalisierung ihre Steuer-Versteck-Dich-Spielchen nicht so treiben und sich auch nicht überall einkaufen. Mein Großvater hat einen Familienkonzern aufgebaut, der in den letzten 20-30 Jahre ein Rückschlag nach dem anderen erleitet, weil der Druck der Großkonzerne immer größer wird und - noch schlimmer - weil die unendlichen EU-Auflagen die Kostenkurve immer mehr nach oben gedrückt hat. Dass der Betrieb von einem Verwandten von mir noch gestemmt wird ist ein Wunder und wäre auch nicht machbar, wenn sich die Personen aus der Familie nicht komplett rein gehängt hätten, und davon haben sich schon welche kaputt geschuftet, einfach gesagt.

Zitat

Mir ist kein Krieg bekannt, den die Globalisierung ausgelöst hätte, wäre ja auch vollkommen unsinnig, seinen eigenen Handelspartner militärisch anzugreifen.

Ja, wer eben NICHT im Sinne des Imperiums beim Handel mitspielt, wird eben zum Feind erklärt und muss dafür bitter bezahlen. Das will ich nicht weiter ausführen, um nicht wieder riesige Diskussionen anzustoßen. Gerne verlinke ich einen guten Vortrag dazu, wen es interessiert. Das ist halt leider ein altes Spiel und ist eines der bittersten Pillen der Globalisierung.
Abgesehen davon können manche Kriege nur durch die Globalisierung so geführt werden, wie sie geführt werden. Das Besipiel habe ich schon oft gebracht, aber es passt einfach wieder so gut: Wäre die BRD nicht US-Hörig, könnten die USA ihre Drohnenkriege SO nicht führen. Sie sind von Basen in der Gegend von Europa/Naher Osten usw abhängig.

Zitat

Das ist billiger als die Enerige, die benötigt wird, Ananas in der Antarktis zu ziehen.

Also ich kaufe im Winter z.B. keine Erdbeeren. In anderer Hinsicht bin ich was Lebensmittel angeht, nicht vorbildlich. Aber Ihr wisst, was ich damit sagen möchte. Es gib genug Menschen, die es aus eigenen Antrieb und aus Vernunftsgründen schaffen, auf vieles in der Ernährung zu verzichten, weil der Markt, der dahinter steht, so pervers geworden ist. Hier kann man natürlich große Diskussionen starten, was nun besser ist - verbote, freier markt, aufgeklärte Menschen, die selbst dafür sorgen, den Markt so zu steuern, dass es am besten ist (was ist am besten?) usw. Aber das brauchen wir ja nicht, dass es ein Problem mit diesen großen Routen gibt für dinge, die man meist eigentlich garnicht braucht oder die man mit etwas mehr Kosten auch anderweitig herstellen kann, ist ja konsens.

Zitat

Sei oben geschehen, zusammengefasst: Globalisierung verursacht weder Krieg noch Armut. Beides entsteht immer dort, wo eben keine gemeinsamen Interessen bestehen und auch nicht angestrebt werden. Ansonsten bin ich bei dir.

Schön, dass Du insgesamt bei mir bist. Nur mit Deinen Kernsatz hier liegst Du meines Erachtens extrem falsch. Die Globalisierung ist der große Kriegsfaktor, siehe Absatz 2. Und die Globalisierung ist ein Hauptgrund für die weltweite Armut. Das fängt doch schon im Kleinen beim Euro an. Staaten, die eine komplett unterschiedliche Leistungskraft haben, komplett unterschiedliche Arbeitsweisen, Traditionen usw. bekommen eine gemeinsame Währung übergestülpt. Folge 1: Die Armut in den schwächeren Ländern steigt enorm an (wenn man sich mal geanuer damit beschäftigt, was in den letzten Jahren in Griechenland abgeht... das wünscht man sich keinem Volk!) Folge 2: Angeschürt auch durch die Medien wird der Neid, der Hass immer größer, schuldzuweisungen usw usw. In Griechenland wird auf "Nazi-Deutschland" geschimpft, hierzulande wird auf "die faulen Griechen" geschimpft und im Extremfall, wenn das auch in den anderen Ländern schlimmer wird - oder es einen Finanzkollaps gibt, hauen sich alle die Köpfe ein. Schöner Wohlstand. Schöner Friedenszustand.... :-( Von den ausgebeuteten Dritte-Welt-Staaten mal ganz abgesehen. Wenn man sich mal mit diversen Handelsabkommen beschäftigt, wird einem schlecht. Wenn Staaten von firmen verklagt werden und die Firmen dann noch recht kriegen, weil die Staaten den Firmen untersagt haben, z.B. zu schürfen, weil die Folge davon Gifte sind, die die Anwohner in der Umgebung nicht nur krank machen sondern sie kommen dann auch um. Im Zweifel versuche ich mal den Bericht (aus den offiziellen Medien war der) zu suchen. Wenn TTIP durchkommt und so durchkommt, wie es bisher gedacht wird, dann können Firmen Staaten auf Verdienstausfälle verklagen, obwohl die Rahmenbedingungen so aussahen wie gerade beschrieben. In den USA kommt es manchen Firmen billiger Leute, die sich bei Arbeit mit giftigen Materialien krank gearbeitet haben (für das restliche Leben), den Leuten Entschädigungszahlungen zukommen zu lassen, anstatt diese perverse Arbeit zu stoppen. Ja, das gibt es hierzulande nicht. Aber wenn man nicht aufpasst, wird das auch hier einzug halten...
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André Gide
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Vogel Specht

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35

Dienstag, 28. Juni 2016, 23:25

Kaum hab ich meinen Beitrag hier geschrieben stoße ich zufällig auf das hier: http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-06/fr…n-ratifizierung Passt ja mal wieder wunderbar :-(
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André Gide
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No Nick

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36

Dienstag, 28. Juni 2016, 23:57

Ja, wer eben NICHT im Sinne des Imperiums beim Handel mitspielt, wird eben zum Feind erklärt und muss dafür bitter bezahlen. Das will ich nicht weiter ausführen, um nicht wieder riesige Diskussionen anzustoßen. Gerne verlinke ich einen guten Vortrag dazu, wen es interessiert.


Auchwenn du wieder die Stirn runzelst: Ich verspüre keine Lust, mir Vorträge von paranoiden Experten anzuhören. Ich weiß, das ist nicht sehr sachlich, was die Leute aber zu sagen haben, erhellt mich auch nicht wirklich.

Zitat

Abgesehen davon können manche Kriege nur durch die Globalisierung so geführt werden, wie sie geführt werden. Das Besipiel habe ich schon oft gebracht, aber es passt einfach wieder so gut: Wäre die BRD nicht US-Hörig, könnten die USA ihre Drohnenkriege SO nicht führen. Sie sind von Basen in der Gegend von Europa/Naher Osten usw abhängig.


Das hat nur sehr indirekt mit Globalisierung zu tun. Diese ist ja nur möglich durch modernste Fluggeräte, wie Drohnenkriege auch. Zur WM 1930 reisten die Mannschaften noch per Schiff nach Uruguay, was bis zu 2 Wochen dauerte. Aber dass sich Deutschland nicht gegen die Drohnenangriffe verwahrt, hat andere Gründe, sicher keine wirtschaftlichen.

Zitat

Zitat

Das ist billiger als die Enerige, die benötigt wird, Ananas in der Antarktis zu ziehen.

Also ich kaufe im Winter z.B. keine Erdbeeren.


Unabhängig davon leben Forscher am Südpol. Die müssen verpflegt werden.

Zitat

Schön, dass Du insgesamt bei mir bist. Nur mit Deinen Kernsatz hier liegst Du meines Erachtens extrem falsch. Die Globalisierung ist der große Kriegsfaktor, siehe Absatz 2. Und die Globalisierung ist ein Hauptgrund für die weltweite Armut.


Armut gab es auf der Welt immer schon. Auch das hat nichts mit der Globalisierung zu tun, sondern mit der Zivilisierung. Wir gehen nicht mehr selbst auf die Jagd, sondern werden versorgt und bringen uns im Gegenzug in das Gemeinwesen ein, in welcher Form auch immer. Und wenn dann das System nicht funktioniert, entsteht Armut.

Es gibt Thesen, wonach es Globalisierung auch schon immer gab. Die Chinesen trieben schon sehr früh weltweiten Handel.

Und Griechenland ist auch kein gutes Beispiel. Die haben Zahlen geschönt, sonst wären sie nie in den Euro gekommen.
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No Nick

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37

Dienstag, 28. Juni 2016, 23:58

Edit: Deine nachgereichte Meldung. Dazu sage ich: Wenn sie die EU zerstören wollen, mögen sie so weitermachen. Der Parlamentarismus ist das Herzstück der Demokratie. Wer sie umgeht, richtet großen Schaden an. Vor allem zerstört er Vertrauen.
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Bruno

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38

Mittwoch, 29. Juni 2016, 00:23

2. Referendum?

Die Wahlverlierer wollen ein zweites Referendum:
Darin wird gefordert, daß die Wahlbeteiligung bei mindestens 75% liegen muß.

Das wäre paradox, denn dann wäre die Abstimmung über den Verbleib Großbritaniens von 1975 ebenfalls ungültig, denn damals lag die Wahlbeteiligung bei "nur" 64%.

Eine Kausalitätsfalle, denn man kann nicht über einen Verbleib abstimmen, der gesetzmäßig nicht vorhanden ist.
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Vogel Specht

Erleuchteter

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39

Mittwoch, 29. Juni 2016, 19:39

Zitat

Auchwenn du wieder die Stirn runzelst: Ich verspüre keine Lust, mir Vorträge von paranoiden Experten anzuhören. Ich weiß, das ist nicht sehr sachlich, was die Leute aber zu sagen haben, erhellt mich auch nicht wirklich.

Wow. Hätte ich sowas in anderem Zuasmmenhang gesagt, würde man mir Vorurteile und was weiss ich alles vorwerfen. Ich finde es immer wieder erschreckend, was für Aussagen ich manchmal von Dir lesen muss. Sicher würde ich Euch hier niemanden empfehlen, der halbgare Wahrheiten vermittelt, damit würde ich mich ja nur selbst schaden. Da greife ich lieber auf international anerkannte Wissenschaftler zurück. Es gibt auch ehemalige sehr verdienstvolle Minister, die das was ich erläutert habe, bestätigen.

Zitat

Das hat nur sehr indirekt mit Globalisierung zu tun. Diese ist ja nur möglich durch modernste Fluggeräte, wie Drohnenkriege auch. Zur WM 1930 reisten die Mannschaften noch per Schiff nach Uruguay, was bis zu 2 Wochen dauerte. Aber dass sich Deutschland nicht gegen die Drohnenangriffe verwahrt, hat andere Gründe, sicher keine wirtschaftlichen.

Wie im Ausgangsbeitrag von mir erwähnt, ist Globalisierung ein weites Feld. Globalisierung ist nicht nur ein wirtschaftliches Thema. Die US-Dronenbasen haben aber sehrwohl mit wirtschaftlicher Globalisierung zu tun - die US-Kriege der letzten Jahre sind (fast?) ausschließlich Wirtschaftskriege. Die USA könnte ohne Kriege nicht mehr in der heutigen Form existieren. Und natürlich stecken auch weitere Faktoren dahinter.

Zitat

Unabhängig davon leben Forscher am Südpol. Die müssen verpflegt werden.

Was haben jetzt ein paar Forscher und ihre Versorgung am Südpol mit dem globalen Handel zu tun?

Zitat

Armut gab es auf der Welt immer schon. Auch das hat nichts mit der Globalisierung zu tun, sondern mit der Zivilisierung. Wir gehen nicht mehr selbst auf die Jagd, sondern werden versorgt und bringen uns im Gegenzug in das Gemeinwesen ein, in welcher Form auch immer. Und wenn dann das System nicht funktioniert, entsteht Armut.

Natürlich gibt es auch Armut ohne Globalisierung. Aber die Form und die Ausmaße, die wir heute erleben, hängt ganz fest mit der Globalisierung zusammen. Ich habe den Eindruck, es ist besser wir lassen das. Irgendwie drehen wir uns ansonsten im Kreis...

Zitat

Es gibt Thesen, wonach es Globalisierung auch schon immer gab. Die Chinesen trieben schon sehr früh weltweiten Handel.

Ja, da kann man definieren, was nun Globalisierung ist usw. Wie geschrieben, es ist ein weites Feld. Das was wir heute erleben ist aber nicht zu vergleichen mit Vorgängen vor mehreren Hundert oder Tausend Jahren.

Zitat

Und Griechenland ist auch kein gutes Beispiel. Die haben Zahlen geschönt, sonst wären sie nie in den Euro gekommen.

Griechenland ist ein hervorragendes Besipiel. Was Du nennst sind die Umstände, wie sie in den Euro gekommen sind. Das war ein Betrug zu Beginn. Alles danach und der Euro an sich, die Idee, die Umsetzung, die Einführung, die Art wie man damit im Laufe der Zeit umgeht bzw. umgegangen ist, ist ein eigener Schuh.

Zitat

Edit: Deine nachgereichte Meldung. Dazu sage ich: Wenn sie die EU zerstören wollen, mögen sie so weitermachen. Der Parlamentarismus ist das Herzstück der Demokratie. Wer sie umgeht, richtet großen Schaden an. Vor allem zerstört er Vertrauen.

Wow - ich glaubs kaum, aber ich muss Dir hier vollkommen Recht geben! :-) Mit dem Unterschied, dass ich es befürworte würde, wenn sich die EU auflösen würde.

Bruno:

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Die Wahlverlierer wollen ein zweites Referendum:
Darin wird gefordert, daß die Wahlbeteiligung bei mindestens 75% liegen muß.

Das wäre paradox, denn dann wäre die Abstimmung über den Verbleib Großbritaniens von 1975 ebenfalls ungültig, denn damals lag die Wahlbeteiligung bei "nur" 64%.

Eine Kausalitätsfalle, denn man kann nicht über einen Verbleib abstimmen, der gesetzmäßig nicht vorhanden ist.

Ja das zeigt auch wie mit zweierlei Maß gemessend wird. Denn ich glaube nicht, dass man hier Meldungen lesen wird, dass die EU-Befürworter "schlechte Verlierer" seien (wie es bei Österreich - wo es wegen Wahlbetrug und nicht wegen einer kleinen Wahlbeteiligung ging. Also nochmal eine ganz andere Hausnummer).
„Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“

André Gide
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Mittwoch, 29. Juni 2016, 23:12

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Unabhängig davon leben Forscher am Südpol. Die müssen verpflegt werden.

Was haben jetzt ein paar Forscher und ihre Versorgung am Südpol mit dem globalen Handel zu tun?


Du hast selbst geschrieben, dass du es nicht richtig findest, dass Waren durch die ganze Welt getragen werden. Nun ist es aber so, dass in der Antarktis geforscht wird. Die moderne Technik macht es möglich, allerdings lässt sich bei unter -30°C und Dauerdunkelheit nun mal kein Gemüse selbst ziehen. Hier hilft die Globalisierung. Du hast es als Problem definiert, ich nicht.

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Und Griechenland ist auch kein gutes Beispiel. Die haben Zahlen geschönt, sonst wären sie nie in den Euro gekommen.

Griechenland ist ein hervorragendes Besipiel. Was Du nennst sind die Umstände, wie sie in den Euro gekommen sind. Das war ein Betrug zu Beginn. Alles danach und der Euro an sich, die Idee, die Umsetzung, die Einführung, die Art wie man damit im Laufe der Zeit umgeht bzw. umgegangen ist, ist ein eigener Schuh.


So ist es, und darum eignet sich Griechenland als Beispiel eben nicht.

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Wow - ich glaubs kaum, aber ich muss Dir hier vollkommen Recht geben! :-) Mit dem Unterschied, dass ich es befürworte würde, wenn sich die EU auflösen würde.


Und was versprichst du dir davon? Stärkere Wirtschaftskraft und dauerhaften Frieden doch wohl nicht, oder?

Die Briten haben den Brexit gewählt, etwas anderes wird es auch nicht geben. Es zeigt, dass an meiner These etwas dran ist, dass man das Volk nicht fragen darf, nur weil die Politik schlicht unfähig ist, das zu tun, was zu tun ist. Das trifft in Großbritannien sowohl die Regierung als auch die Opposition. Die Briten haben taktisch gewählt - und sind selbst auf die Nase gefallen. Wer für seine Überzeugung nicht eintritt, bekommt das, was die anderen für ihn entscheiden.

Ich sage es immer - geht wählen!
Zufrieden? - Nein, im Gegentum!
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