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Da ich mich einen ganzen Tag mit der Re-View beschäftigte, Zeilen editierte oder löschte, immer darauf achtend, wie ich etwas formuliere muss mir wohl entgangen sein etwas zu diesem oder jenem Menschen außer der Hauptpersonen des Filmes zu sagen.Warum erwähnst Du mit keinem Wort den Regisseur?
Es handelt sich um den letzten deutschen Film von Max Ophüls vor seiner erzwungenen Emigration nach Frankreich. Der Grund dafür wird durch seinen ursprünglichen Familiennamen klar, der Oppenheimer lautete.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Charlie« (11. Juli 2012, 21:42)
Andrew hat schon recht: Max Ophüls war ganz sicherlich einer der bedeutendsten Regisseure des 'klassischen' Kinos, auf demselben Level wie Lang oder Murnau, wenn auch stilistisch völlig anders (was die Eleganz und den 'Geist' vieler seiner Filme angeht, dürfte Willi Forsts "Maskerade" ein guter Vergleichspunkt sein). Seine wichtigen Filme hat Ophüls, mit Ausnahme von "Liebelei", den ich als sein erstes Meisterwerk bezeichnen würde, allesamt erzwungenermaßen im Ausland gedreht. Besonders bedeutsam sind die vier letzten Filme von Ophüls, allesamt in Frankreich entstanden in den frühen 50ern. Besonderes Highlight ist für mich die Verfilmung von Schnitzlers "Reigen" als "La Ronde" von 1951, und nicht nur, weil da Adolf Wohlbrück den 'Zeremonienmeister' spielt. Das ist einfach ganz feinsinniges, wunderbares Kino mit berauschender Kameratechnik und Sets. Was ich, nebenbei bemerkt, auch sehr richtig finde. Die überlieferte Fassung eines Films ist ja ein Dokument und sollte als solches erhalten und weiter verbreitet werden.
Der Film selbst macht es übrigens auch nicht. Die Nazis ließen den Namen Ophüls aus dem Vorspann entfernen. Und dort fehlt er bis heute.Warum erwähnst Du mit keinem Wort den Regisseur?
Moment - aber genau das ist doch die Urfassung (ohne Ophüls)Trotzdem finde ich dass die Urfassung immer die Fassung ist die man in erster Linie erhalten sollte und pflegen sollte. Trotzdem gebe ich Dir recht, dass diese geänderte Fassung historisch ebenfalls relevant ist.
Ich ging davon aus, dass der Name nachträglich aus dem Vorspann rausgenommen wurde. Wenn er von Beginn an nicht drin stand, bin ich natürlich ganz Deiner Meinung. Im Rahmen einer DVD-Veröffentlichung kann man den Namen dann entsprechend mit angeben im Beiheft usw. Das versteht sich von selbst, und man sollte natürlich auch den zeithistorischen Kontext kenntlich machen etc. pp. Vielleicht gab es ja sogar eine Schnittfassung, in der Ophüls Name genannt wurde. Das wäre in Anbetracht des Zensurdatums (27.02.1933) vorstellbar. Aber ob die überliefert ist...?Im Rahmen einer DVD-Veröffentlichung kann man den Namen dann entsprechend mit angeben im Beiheft usw.
Was ist denn bitte eine Convo? Ist das Neudeutsch für Konversation? Wollen wir in einem Forum über deutsche Filme nicht auch ein allgemein verständliches Deutsch sprechen?Ich sag es gern nochmal, mir persönlich ist der Regisseur egal. Für mich zählen die Handlungen der Figuren im Film und nichts weiter. Darauf bin ich studiert. (Wollte nur nochmal Stellung nehmen. Jetzt könnt ihr gern eure Convo weiterführen)
Registrierungsdatum: 10. Juni 2011
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Andrew« (15. Juli 2012, 00:46)
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