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Charlie

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 29. Mai 2012

Beiträge: 576

1

Sonntag, 8. Juli 2012, 00:54

Liebelei (D, 1933)

Ich sah mir gestern "Liebelei" (1933) nach langer Zeit einmal wieder an...


...und vergaß fast wie mich dieser Film als 14 Jährige beeindruckte. Der Grund warum ich mir den Film damals zulegte, war Gustaf Gründgens. Er spielt einen Grafen, mit Monokel und blondem, zur Seite geschlagenem Haar. Er war der Hauptgrund warum ich den Film sehen wollte, denn sein Haar war so hell, fast weiß, dass ich dachte er hätte eine Glatze. (Was mich nicht im geringsten gestört hätte) Ich dachte, wenn ich den Film nicht sehe, sterbe ich.


Der Plot der Geschichte ist eigentlich simpel: Ein Leutnant hat eine Affäre mit der Frau des Grafen, der Gräfin. Eines Abends lernt er durch seinen Freund, einen Oberleutnant, ein Mädchen kennen (Magda Schneider) und nach einigen Startschwierigkeiten verlieben sich die Zwei. Er hätte ihr sagen können, dass er eine Affäre mit der Gräfin hatte, aber er tut es nicht. Er versucht der Gräfin begreiflich zu machen, dass es aus ist. Inzwischen versucht Gustaf (Ich nannte ihn teilweise sogar Graf Gustaf weil es einfach zu schön klingt) herauszufinden mit wem seine Frau ihn betrügt, da er es ahnt, dass sie es tut.

Es ist Weihnachten (oder Sylvester?) und das Mädchen (Schneider) ist noch nicht in der Wohnung in der sich die Freunde treffen wollen. Der Oberleutnant und die Freundin des Mädchens, die nun auch ein Paar sind, sind schon vor Ort und der Leutnant kommt dann auch noch hinzu. "Sie ist noch nicht da. Komm wir dekorieren noch weiter." Dann klingelt es an der Tür - in der Annahme es sei das Mädchen, öffnet der Leutnant - doch es ist Graf Gustaf dessen Anblick den Leutnant von einer Sekunde zur anderen in Panik versetzt. Er schickt seine Freunde ins Nebenzimmer um sich voll und ganz der Frage zu ergeben "Was kann ich für Sie tun?".
Zuerst scheint es als ob es den Grafen nicht weiter stören würde nun endlich - nach langem Druck - erfahren zu haben, dass der Leutnant ein Verhältnis mit seiner Frau gehabt hat. Doch als der Leutnant ihm die Tür öffnen möchte zeigt sich die wahre Gefühlslage von ihm, denn er stoppt ihn, nimmt den Schlüssel und schließt selbst die Tür wieder auf. Mit jedem Drehen des Schlüssels, sieht der Graf wütender aus, bis er schließlich dem Leutnant vor Wut den Schlüssel vor die Füße wirft, die Tür aufreißt und hinter sich zuknallt.
"Eine Entschuldigung werde ich nicht gestatten. Ich möchte ein Duell. Auf Leben und Tod."


Der Oberleutnant versucht das Duell aufzuhalten. Es wäre sinnlos wenn sich Graf Gustaf und der Leutnant duellieren wegen Nichtigkeiten, warum sollte jemand sinnlos sterben? "Ein Kugel die nicht in Not abgefeuert wird ist eine falsche Kugel!"


Paul (Hörbiger) spielt den Vater von Magda Schneider. Er ist - mit Ausnahme von Gustaf - die ausschlaggebende Person warum ich diesen Film so liebe. Das Mädchen verlor seine Mutter als sie 12 Jahre alt war. Er ist allein-erziehend, ein Musiker in einem Theater und Musikschreiber. Er liebt seine Tochter über alles und vertraut ihr blind. Vielleicht ist das eine Eigenschaft, die ihn so sympathisch macht. Er lässt seine Tochter machen, auch wenn er mit Sicherheit manchmal etwas anderes tun würde. Das ist das wunderbare an Pauli's Schauspielerei, er lässt nicht in seine Figur hineingucken. Man kann ahnen, was in dem Kopf des Vater vorgeht, aber wie es wirklich aussieht ist nicht zu erkennen. Er wirkt vielleicht an einigen Stellen etwas langsam aber das auch nur weil er so hervorragend gespielt wird.
Sein Aussehen beeindruckt mich immer wieder auf's Neue. Nicht einmal 5 Jahre zuvor spielte er noch Franz, den Chauffeur in Fritz Lang's "Spione". Lass ihn dort einen Anfang 30er spielen, so ist es umso erstaunlicher dass er nur 5 Jahre später einen Mann spielt, der eine erwachsene Tochter hat und mit Sicherheit Mitte, Ende 50 ist. Ich kenne nur einen Schauspieler der neben Pauli sich so rapide verändern kann, dass man ihm auch abkauft, ein alter Mann zu sein und das ist Gösta Ekman. Er ist so dermaßen vielseitig, seine Fähigkeiten zu schauspielern variieren von Film zu Film.
Er ist lieblich und für Frauen ansprechend, es wundert mich dass der Vater keine neue Frau hat.


Der Vater lässt seine Tochter den Mann treffen, den er nur vom Hören her kennt. Er lässt sie spät nach Hause kommen. Vielleicht hätte er mehr fragen sollen, vielleicht die eine oder andere Sache mehr fragen sollen, um sich zu informieren. Wer lässt schon seine Tochter zu jemandem gehen, den man nur vom Hören her kennt? Er spielt einen fürsorglichen Vater, aber auch einen dummen Vater, dumm in dem Sinne, dass seine menschliche Naivität ihm einiges verweigert und er nicht die Eltern-Pflichten erfüllt, die ein Vater eventuell erfüllen sollte. Kann man ihn dafür bestrafen? Nein, denn er hat seine Frau verloren, sorgte sich zu lange um seine Schwester die nun alt ist und nie die Jugend kennen lernte und möchte das Selbe bei seiner Tochter nicht auch noch falsch machen. Er gibt ihr Freiraum. Man sorgt sich mehr um ihn als um die Tochter.
Er wirkt zerbrechlich. Was würde geschehen, hätte er seine Tochter nicht mehr?


Die Geschichte geht fort: Der Leutnant möchte mit dem Mädchen reden, doch es ist nicht zu Hause. Der Vater begegnet dem Leutnant das erste mal und bittet ihn herein. Er fragt nicht, hält sich im Hintergrund, der Leutnant auch etwas schüchtern redet auch nicht.


Der Leutnant stirbt, weil Graf Gustaf ihn im Duell erschießt. Die Freunde des Mädchens waren vor Ort und eilen nun hastig und mit Angst geplagt in das Theater, wo der Vater gerade als Geiger ein Theaterstück unterstreicht. Sie erzählen ihm was passierte und eilen dann zu der Wohnung indem Weihnachten gefeiert wurde. Sie wollen vor dem Mädchen da sein, doch sie kommen zu spät. Sie - in ihrer Freude den Christschmuck abräumend - fragt nach dem Leutnant. Die 3 anderen gehen in das Zimmer hinein, der Vater setzt sich hin.
Sie schaut verwundernd. Sie erklären ihr, dass sich der Leutnant duellieren musste und dass er tot ist.



Das Ende ist eher ernüchternd und unangebracht und ist der Teil, der mir am wenigsten gefällt. Die Tochter, wissend, dass ihr Geliebter tot ist, stürzt sich aus dem Fenster des Treppenhauses.
Es hätte gar nicht erst soweit kommen müssen.

Der am meisten Leidtragende ist nämlich nun der Vater, der keine Frau und keine Tochter mehr hat.
Es ist einfach tragisch und geht mir bis heute ans Herz.

Der Film bekommt von mir 10/10 Punkte, was die schauspielerische Art von Gustaf und Pauli angeht, allerdings ziehe ich davon 2 Punkte wieder ab, da das Ende zu rapide und zu ernüchternd ist.
...und es ist eine HITZE Herr Preil!!!!



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Fritz Lang-Fan

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 26. Februar 2012

Beiträge: 221

2

Sonntag, 8. Juli 2012, 01:30

tolles Review! Werde mir den Film bei Gelegenheit mal anschauen!
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Charlie

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 29. Mai 2012

Beiträge: 576

3

Sonntag, 8. Juli 2012, 01:32

tolles Review! Werde mir den Film bei Gelegenheit mal anschauen!
Vielen Dank :) Habe nen ganzen Tag dran gesessen. Der Film ist einsame Spitze! Ich kann ihn dir nur ausdrücklich empfehlen. :)
...und es ist eine HITZE Herr Preil!!!!



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Andrew

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 10. Juni 2011

Beiträge: 330

4

Mittwoch, 11. Juli 2012, 20:41

Warum erwähnst Du mit keinem Wort den Regisseur?
Es handelt sich um den letzten deutschen Film von Max Ophüls vor seiner erzwungenen Emigration nach Frankreich. Der Grund dafür wird durch seinen ursprünglichen Familiennamen klar, der Oppenheimer lautete.
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Charlie

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 29. Mai 2012

Beiträge: 576

5

Mittwoch, 11. Juli 2012, 21:36

Warum erwähnst Du mit keinem Wort den Regisseur?
Es handelt sich um den letzten deutschen Film von Max Ophüls vor seiner erzwungenen Emigration nach Frankreich. Der Grund dafür wird durch seinen ursprünglichen Familiennamen klar, der Oppenheimer lautete.
Da ich mich einen ganzen Tag mit der Re-View beschäftigte, Zeilen editierte oder löschte, immer darauf achtend, wie ich etwas formuliere muss mir wohl entgangen sein etwas zu diesem oder jenem Menschen außer der Hauptpersonen des Filmes zu sagen.
Ich bin nicht an dem Regisseur interessiert gewesen, als ich die Re-view schrieb, sondern an der Handlung der Geschichte, bzw. den sozialen Bindungen einzelner Charaktere. Vielleicht hättest du die Re-view schreiben sollen, damit auch jeder lesen kann, dass es der letzte Film von Max Ophüls ist (der mir nicht im geringsten etwas sagt!).

Da ich finde ein normaler Anhang an meine Re-view, anstatt einer komischen Frage, hätte gereicht, nehme ich hiermit zur Kenntnis, dass ich diesen Menschen nicht erwähnt habe und bitte vielmals um Verzeihung....
...und es ist eine HITZE Herr Preil!!!!



Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Charlie« (11. Juli 2012, 21:42)

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Carry Klips

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 16. April 2011

Beiträge: 294

6

Donnerstag, 12. Juli 2012, 13:30

Nun sei mal nicht beleidigt, Charlie ;) Andrew hat schon recht: Max Ophüls war ganz sicherlich einer der bedeutendsten Regisseure des 'klassischen' Kinos, auf demselben Level wie Lang oder Murnau, wenn auch stilistisch völlig anders (was die Eleganz und den 'Geist' vieler seiner Filme angeht, dürfte Willi Forsts "Maskerade" ein guter Vergleichspunkt sein). Seine wichtigen Filme hat Ophüls, mit Ausnahme von "Liebelei", den ich als sein erstes Meisterwerk bezeichnen würde, allesamt erzwungenermaßen im Ausland gedreht. Besonders bedeutsam sind die vier letzten Filme von Ophüls, allesamt in Frankreich entstanden in den frühen 50ern. Besonderes Highlight ist für mich die Verfilmung von Schnitzlers "Reigen" als "La Ronde" von 1951, und nicht nur, weil da Adolf Wohlbrück den 'Zeremonienmeister' spielt. Das ist einfach ganz feinsinniges, wunderbares Kino mit berauschender Kameratechnik und Sets.
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Prof. Abronsius

unregistriert

7

Donnerstag, 12. Juli 2012, 18:34

Warum erwähnst Du mit keinem Wort den Regisseur?
Der Film selbst macht es übrigens auch nicht. Die Nazis ließen den Namen Ophüls aus dem Vorspann entfernen. Und dort fehlt er bis heute.
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Beiträge: 892

8

Donnerstag, 12. Juli 2012, 20:05


Warum erwähnst Du mit keinem Wort den Regisseur?
Der Film selbst macht es übrigens auch nicht. Die Nazis ließen den Namen Ophüls aus dem Vorspann entfernen. Und dort fehlt er bis heute.
Was ich, nebenbei bemerkt, auch sehr richtig finde. Die überlieferte Fassung eines Films ist ja ein Dokument und sollte als solches erhalten und weiter verbreitet werden.
Dem Mangel konnte man bei einer DVD-Edition durch entsprechendes Begleitprogramm und natürlich prominente Nennung auf dem Cover beheben.

Ausserparlamentarische Opposition
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Sebastian

Redaktionsleiter (sk)

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9

Donnerstag, 12. Juli 2012, 20:07

Trotzdem finde ich dass die Urfassung immer die Fassung ist die man in erster Linie erhalten sollte und pflegen sollte. Trotzdem gebe ich Dir recht, dass diese geänderte Fassung historisch ebenfalls relevant ist.
"Die Wahrheit hat ein langes Leben, sie kann warten"
Schopenhauer
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10

Donnerstag, 12. Juli 2012, 20:14

Trotzdem finde ich dass die Urfassung immer die Fassung ist die man in erster Linie erhalten sollte und pflegen sollte. Trotzdem gebe ich Dir recht, dass diese geänderte Fassung historisch ebenfalls relevant ist.
Moment - aber genau das ist doch die Urfassung (ohne Ophüls) :huh:

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Sebastian

Redaktionsleiter (sk)

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11

Donnerstag, 12. Juli 2012, 20:16

Ah dann hab ich das falsch aufgeschnappt. Heidanei - ich mach nurLeichtsinnsfehler, wie man in der Schule sagen würde ;) Ich ging davon aus, dass der Name nachträglich aus dem Vorspann rausgenommen wurde. Wenn er von Beginn an nicht drin stand, bin ich natürlich ganz Deiner Meinung. Im Rahmen einer DVD-Veröffentlichung kann man den Namen dann entsprechend mit angeben im Beiheft usw.
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12

Donnerstag, 12. Juli 2012, 20:26

Im Rahmen einer DVD-Veröffentlichung kann man den Namen dann entsprechend mit angeben im Beiheft usw.
Das versteht sich von selbst, und man sollte natürlich auch den zeithistorischen Kontext kenntlich machen etc. pp. Vielleicht gab es ja sogar eine Schnittfassung, in der Ophüls Name genannt wurde. Das wäre in Anbetracht des Zensurdatums (27.02.1933) vorstellbar. Aber ob die überliefert ist...?

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Sebastian

Redaktionsleiter (sk)

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Beiträge: 32 545

13

Donnerstag, 12. Juli 2012, 20:45

Das was auch mein gedanke, dass der Name deswegen erst drin war.
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Charlie

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Beiträge: 576

14

Freitag, 13. Juli 2012, 18:52

Ich sag es gern nochmal, mir persönlich ist der Regisseur egal. Für mich zählen die Handlungen der Figuren im Film und nichts weiter. Darauf bin ich studiert. (Wollte nur nochmal Stellung nehmen. Jetzt könnt ihr gern eure Convo weiterführen)
...und es ist eine HITZE Herr Preil!!!!



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Beiträge: 892

15

Freitag, 13. Juli 2012, 19:32

Ich sag es gern nochmal, mir persönlich ist der Regisseur egal. Für mich zählen die Handlungen der Figuren im Film und nichts weiter. Darauf bin ich studiert. (Wollte nur nochmal Stellung nehmen. Jetzt könnt ihr gern eure Convo weiterführen)
Was ist denn bitte eine Convo? Ist das Neudeutsch für Konversation? Wollen wir in einem Forum über deutsche Filme nicht auch ein allgemein verständliches Deutsch sprechen? :rolleyes:
Mir ist schon klar, dass die nach 1990 geborene Generation eine vielleicht andere sprachliche Sozialisation erfahren hat, aber ich bin teilweise echt überfordert, solche Begriffe zu verstehen OBWOHL ich in den 80er Jahren geboren bin! :wacko:

Noch eine Nachfrage: Der Regisseur eines Films hat ja an der Gestaltung der Figuren und ihrer Handlungen einen durchaus beträchtlichen Anteil. Hat es irgendeinen Grund, warum Dich Regisseure grundsätzlich (oder nur dieser?) nicht interessieren? Und was bedeutet, dass du "darauf studiert bist"? Nur aus Neugierde, nicht böse gemeint!

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Charlie

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Beiträge: 576

16

Freitag, 13. Juli 2012, 19:51

Ach nun komm und hab dich net so! Lass mich das sagen ja! :)
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Andrew

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Beiträge: 330

17

Samstag, 14. Juli 2012, 14:27

Interessanterweise wird Max Ophüls auf den zeitgenössischen Filmplakaten (auch dem der Uraufführung!) als Regisseur aufgeführt (siehe filmportal.de). Die Entfernung aus dem Vorspann war also vollkommen unsinnig.

Charlie, ich merke, wir werden wohl noch öfter zusammenstoßen, da ich mit mehreren Deiner Aussagen überhaupt nicht übereinstimme (z.B. zu Marlene Dietrich und "Die große Liebe"). Leider scheint es auch nicht ganz so einfach, mit Dir zu einer fruchtbaren Auseinandersetzung zu kommen. Du scheinst steif und fest bei Deinen einmal gewonnenen Einsichten zu verharren (z.B. zu den amerikanischen Filmen Fritz Langs). Ich wundere mich, daß Du das bei Deiner Fachkenntnis für nötig erachtest.
Nochmal zu "Liebelei" und Max Ophüls: Es wundert mich schon sehr, daß Dich der Regisseur überhaupt nicht interessiert. Ohne ihn würden doch die von Dir verehrten Darsteller in der Luft hängen und nicht zu solchen hervorragenden Leistungen imstande sein (Stichwort "Schauspielführung"). Zumal es sich nicht wie bei Rolf Hansen um einen zweitklassigen, sondern einen Spielleiter von anerkanntem Weltruf mit einer sehr eigenen Handschrift handelt.
(Zu seiner Person kann im englischsprachigen Wikipediaartikel sehr Informatives gefunden werden: hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Max_Oph%C3%BCls; der deutsche WP-Artikel gibt nicht so viel her...).
Mit Max Ophüls' deutschen Filmen befaßt sich ein FAZ-Artikel vom November 2011: hxxp://www.faz.net/aktuell/feuilleton/max-ophuels-alles-ist-so-gut-wie-richtig-11521921.html

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Andrew« (15. Juli 2012, 00:46)

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Charlie

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Beiträge: 576

18

Samstag, 14. Juli 2012, 23:20

Ich schaue mir Filme an, weil mich die Schauspieler interessieren. Darauf bin ich fokussiert. Mich interessiert nicht der Mensch, der die Filme dreht und darauf beharre ich, jawohl. Wenn jemand damit ein Problem hat ist das sein Bier.
Fertig, aus.

Und noch etwas: Ich zwinge hier niemanden sich meine Einträge durchzulesen. Ich habe meine Meinung bezügliche einiger Dinge, stimmt schon, (Fritz Lang etc.) nur das ist meine Meinung. Ich verstehe nicht wie man sich daran so dick fressen kann. Wenn ich meine seine internationalen Filme sind doof dann meine ich dass die doof sind. Wenn ich meine ein Regisseur interessiert mich nicht, dann meine ich, dass mich ein Regisseur nicht interessiert. Da muss man nicht noch Tage später darauf herumhacken. :thumbdown:
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Andrew

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Beiträge: 330

19

Sonntag, 15. Juli 2012, 01:12

Ich finde, es gibt keinen Grund für Dich, beleidigt zu reagieren. Wer wie Du solche festen Meinungen vor sich herträgt, muß sich auch Fragen und Widerspruch dazu gefallen lassen. Da Du Dich aber einer sachlichen Auseinandersetzung, zu der ich Argumente geliefert habe, vollkommen verweigerst, erübrigt sich leider eine weitere Diskussion dazu. Ich will Dir Deine Ansichten keineswegs wegnehmen. Wenn Du meinst, damit glücklich zu werden, dann bleib dabei. Ob eine solche "Festigkeit" allerdings hilfreich ist, stelle ich doch sehr in Frage. Meine Erfahrungen lehren mich etwas anderes.
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