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gh

Redakteur (gh)

Registrierungsdatum: 2. Mai 2009

Beiträge: 2 326

1

Montag, 7. Dezember 2009, 00:32

Wer kennt noch Rechenschieber?

Kennt von euch noch jemand die Rechenschieber? Waren eine schöne Hilfe beim Multiplizieren und Dividieren, bevor es Taschenrechner gab. Kennt die noch jemand? Oder hat die sogar noch jemand benutzt?

"RTL macht im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht mehr Fernsehen, sondern Gewinn. Das Programm wird nur billigend in Kauf genommen."

(Geert Müller-Gerbes, Journalist & TV-Moderator)


"Die Zuschauer sind gar nicht so dumm, wie wir sie mit dem Fernsehen noch machen werden."
(Hans-Joachim 'Kuli' Kulenkampff, Schauspieler & Quizmaster)

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jh

Redakteur (jh)

Registrierungsdatum: 10. März 2004

Beiträge: 13 096

2

Montag, 7. Dezember 2009, 00:40

In meiner Grundschulzeit (späte 80er) hat man uns auch einfache Rechenoperationen anhand eines Rechenschiebers demonstriert, aber nur recht kurz. Benutzt haben wir sie aber nicht, so weit ich mich erinnere.
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sk

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 13. April 2002

Beiträge: 36 810

3

Montag, 7. Dezember 2009, 00:55

Das war das mit den Kugeln an den drähten oder? Hatten wir in unserem Kinderzimmer damals herum liegen. Kann sogar sein dass mein bruder das damals nutzte um Rechnen zu üben?
„Ich will nicht sagen, dass ProSieben lange Werbung macht, aber während des letzten Werbeblocks ist der Mond doch merklich weitergezogen.„
Dany Robert Hunselar


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gh

Redakteur (gh)

Registrierungsdatum: 2. Mai 2009

Beiträge: 2 326

4

Montag, 7. Dezember 2009, 01:23

Du meinst wahrscheinlich einen Abakus, wie er auch oft in Asien oder im Nahen Osten benutzt wird. Den meine ich nicht. Ein Rechenschieber hat keine Kugeln. Die Dinger waren verhältnismäßig teuer damals.

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sk

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 13. April 2002

Beiträge: 36 810

5

Montag, 7. Dezember 2009, 01:31

Google Bildersuche spuckt sowohl das aus was ich meine und auch das was du wohl meinst, so ein Plastikteil? Ja das kenne ich acuh wenn ich es nie benutzt habe.
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Dany Robert Hunselar


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jh

Redakteur (jh)

Registrierungsdatum: 10. März 2004

Beiträge: 13 096

6

Montag, 7. Dezember 2009, 01:50

Ich meinte auch einen Abakus, der in der Grundschule benutzt wurde. Aber jetzt, wo Du es sagst, fällt mir auch auf, daß das ja eigentlich nichts typisches für die 70er war, denn die Teile gibt es ja schon seit Tausenden von Jahren.
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gh

Redakteur (gh)

Registrierungsdatum: 2. Mai 2009

Beiträge: 2 326

7

Montag, 7. Dezember 2009, 01:57

Mag sein, aber das, was Google da auswirft mit den roten, blauen und gelben Kugeln, ist kein Rechenschieber, sondern unzweifelhaft ein Abakus. Was mich aber nicht wundert. Im Deutschen nannte man es allenfalls Rechenrahmen, aber niemals Rechenschieber. Ein Rechenschieber hat und hatte niemals Kugeln, sondern besteht aus zwei äußeren Schienen, zwischen denen eine dritte Schiene hin und her geschoben wird. Ohne Wenn und Aber. Wer einen Abakus mit Rechenschieber bezeichnet, hat von der Materie nicht die geringste Ahnung. Was da in Google auftaucht, ist ganz klar falsch bezeichnet worden seitens derjenigen, die die Bilder hochgeladen haben.

Ein Rechenschieber war früher auch bei fast jedem Architekten oder Ingenieur in der Kitteltasche zu finden, bevor die Taschenrechner aufkamen.

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jh

Redakteur (jh)

Registrierungsdatum: 10. März 2004

Beiträge: 13 096

8

Montag, 7. Dezember 2009, 12:09

Dann kenne ich diese Rechenschieber doch nicht.
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Grüner Blitz

Redakteur (drh)

Registrierungsdatum: 3. Juni 2005

Beiträge: 7 365

9

Montag, 7. Dezember 2009, 19:26

Dann kenne ch wohl auch nur den Abakus, aber keinen rechenschieber. Ich erinnere mich, dass wir so einen Abakus früher mal zu hause hatten, aber ich hatte nicht die geringste ahnung, was das sein könnte geschweigedenn, wie und wofür man es benutzen konnte.
Der Flötenschlumpf fängt an
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gh

Redakteur (gh)

Registrierungsdatum: 2. Mai 2009

Beiträge: 2 326

10

Dienstag, 8. Dezember 2009, 03:41

Der Rechenrahmen (Abakus) ist eines der ältesten Rechengeräte der Welt und stammt aus Asien.

Rechenweise des Abakus, so wie ich sie kenne:
[attach]228[/attach]

Rechenweise eines anderen Abakus-Typs:
[attach]227[/attach]


Im Orient wurden dagegen im Altertum sogenannte Rechentafeln benutzt, aus denen der Schotte John Napier die sogenannten Neperschen Rechenstäbe entwickelte. Aus diesen wurden dann die Rechenschieber entwickelt, die oft auch als Rechenstäbe bezeichnet werden, obwohl nicht ganz korrekt. Manko der Rechenschieber sind die fehlenden Additions- und Subtraktionsmöglichkeiten, einige wenige hatten darum auf der Rückseite Hilfstabellen zum Addieren und Subtrahieren. Hauptfunktion war aber das Multiplizieren und das Dividieren.

Rechenweise eines Rechenschiebers:
[attach]223[/attach]
Grundstellung des Rechenschiebers
Auf den äußeren Schienen sind zwei Skalen (1) und (4), die gleichlautend auf der inneren Schiene (2) und (3) enthalten sind. Die Abstände zu den größeren Zahlen verlaufen logarithmisch.

[attach]224[/attach]
Beispiel einer Multiplikation 22x5
Aufgrund der Eigenart der Rechenschieber gilt dieses Beispiel auch für das Vielfache der Zahlen (2,2x5 / 22x5 / 22x50 / 220x5 / 2,2x500 etc.). Die 1 auf der inneren Schiene wurde auf die 22 der äußeren Schiene geschoben, dann wurde das Ergebnis oberhalb des Multiplikators abgelesen.
Wo das Komma letztendlich hinmusste, musste der Benutzer im Kopf durch eine grobe Überschlagsrechnung bestimmen.

[attach]225[/attach]
Hier das Bespiel einer Division 4:8 (bzw. 40:8, 400:8, 4:80, 40:8 etc., blau umrahmt). Das Ergebnis ist grün umrahmt
Auch hier musste der Benutzer im Kopf durch eine grobe Überschlagsrechnung bestimmen, wo das Komma hinkommt.

Es wurde also immer noch Kopfarbeit verlangt bei beiden Rechensystemen, erst der Taschenrechner nahm auch das ab.


Soweit der kleine Exkurs, den ich hier lediglich zum Verständnis eingefügt habe, nicht zur Belehrung.


Offensichtlich sind diese Rechenarten vollkommen in Vergessenheit geraten, insbesondere der Rechenschieber. Lediglich der Abakus ist vielen noch bekannt, aber wohl eher als Kinderspielzeug, nicht als Recheninstrument. Ich schätze, in 20 Jahren werden auch die bald vergessen sein. Die Begriffe Abakus und Rechenschieber werden heute ja schon oft verwechselt, weil man kaum noch weiß, was was ist. Wenn auch die letzten Personen den Weg allen Fleisches gegangen sein werden, die noch einen Rechenschieber benutzten, wird wohl kaum noch jemand diese Begrifflichkeiten korrekt verwenden.

Das ist kein Vorwurf, lediglich eine (für mich erkenntnisreiche) Feststellung, wie angesichts technischer Veränderungen und Entwicklungen historische Begrifflichkeiten durcheinander geworfen werden. weil man vieles einfach nicht mehr selbst kennt. Wer weiß, wie viele in den Geschichtsbüchern enthaltene Informationen noch falsch sind, nur weil man es eben nicht mehr selbst kennt und daher Vermutungen anstellt. Gibt einem doch zu denken, oder?

So wird es auch bei den 70er, 80er und 90er-Shows sein. Gerade bei den 70er-Shows erhält man oft den Eindruck, die ganze Welt wäre in Schlaghosen rumgelaufen oder in Glitzerfummel. Dabei waren Schlaghosen lediglich die Disco-Ausgeh-Hosen, gelegentlich auch mal zur Schule und in der Freizeit, Glitzerfummel wurde nur auf der Bühne getragen, nie von Disco-Besuchern - es sei denn, es waren Promis, die ohnehin auffallen wollten. Infos werden schon innerhalb kürzester Zeit verfälscht, wenn man die Infos (= Zeiten) nicht aus erster Hand erlebt hat.

Meine Frage nach den Rechenschiebern ist jedenfalls genau in die Richtung gelaufen, die ich vermutet hatte.

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Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »gh« (8. Dezember 2009, 04:47)

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sak

Administrator (sak)

Registrierungsdatum: 26. Juli 2007

Beiträge: 3 011

11

Freitag, 11. Dezember 2009, 16:40

Eine Ode an den Rechenschieber!! ;-)

Also also du Rechenschieber sagtest, war in meinem Kopf auch sofrt das Bild von dem Kugeldingens. Das andere habe ich noch nie gesehen.
"Wir sind alle Individuen!" - "Ich nicht!"
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gh

Redakteur (gh)

Registrierungsdatum: 2. Mai 2009

Beiträge: 2 326

12

Sonntag, 13. Dezember 2009, 20:49

Genau das meinte ich, als ich sagte, dass auf diese Art oft Fakten verfälscht wurden/sind/werden. Vollkommen unabsichtlich, alles in bestem Glauben, weil man es selbst einfach nicht besser kennt. Wenn irgendwann in der Zukunft dann jemand den Begriff Rechenschieber in ein Lexikon schreibt (vielleicht sogar du?), setzt er möglicherweise ein Bild eines Rechenrahmes daneben, weil er glaubt, das wäre richtig - obwohl es genau das eben nicht ist. Daher gibt es in den Geschichtsbüchern mit Sicherheit auch unzählige andere Punkte, die als angeblich historisch belegt gelten, aber in Wirklichkeit falsch sind, weil diese Belege bereits falsch sind. So wie dein bisheriges Wissen über den Begriff Rechenschieber, von dem du bislang glaubtest, er wäre mit dem des Rechenrahmens identisch. Diejenigen, die tatsächlich mal mit einem Rechenschieber gearbeitet hatten, würden diese Begriffe nicht verwechseln.

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »gh« (16. Dezember 2009, 17:53)

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sak

Administrator (sak)

Registrierungsdatum: 26. Juli 2007

Beiträge: 3 011

13

Dienstag, 15. Dezember 2009, 22:06

Das ist ja schon fast philosophisch :-)
"Wir sind alle Individuen!" - "Ich nicht!"
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gh

Redakteur (gh)

Registrierungsdatum: 2. Mai 2009

Beiträge: 2 326

14

Mittwoch, 16. Dezember 2009, 17:54

Aber auch nur fast . . . glücklicherweise . . . ;)

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pepe68

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 30. November 2008

Beiträge: 532

15

Sonntag, 17. Januar 2010, 10:19

Ich habe gleich gewusst, was gemeint war, weil mein Vater so etwas noch bei sich herum stehen hat.
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sak

Administrator (sak)

Registrierungsdatum: 26. Juli 2007

Beiträge: 3 011

16

Dienstag, 19. Januar 2010, 20:14

Ich habe übrigens erst vor kurzem eine Dokumentation über Zahlen gesehen, in der auch der Rechenschieber vorkam und erklärt wurde. Da musste ich gleich mal an diesen Thread denken.
"Wir sind alle Individuen!" - "Ich nicht!"
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gh

Redakteur (gh)

Registrierungsdatum: 2. Mai 2009

Beiträge: 2 326

17

Mittwoch, 3. Februar 2010, 16:37

Ein Grund, warum der Rechenschieber an den Schulen nicht überall vorkam, dürfte auch pekunärer Natur sein, denn die Rechenschieber waren weiß Gott nicht preisgünstig. Damals musste man dafür mindestens 30 bis 35 DM hinlegen - dafür bekam man schon eineinhalb Stangen Zigaretten. Oder über 250 Brötchen/Semmeln. Oder über 40 Liter Sprit, also eine Tankfüllung fürs Auto.

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jh

Redakteur (jh)

Registrierungsdatum: 10. März 2004

Beiträge: 13 096

18

Samstag, 22. Oktober 2011, 16:23

Hier gibt es nicht nur einen Rechenschieber, sondern auch eine Rechenwalze zu sehen. So etwas habe ich bisher auch noch nicht gesehen.

http://www.technikmuseum-r-wirbatz.de/im…henwalze007.jpg
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