Au Mann! Ich kann mich noch an die Sendung "Luis Trenker erzählt" erinnern. Ich weiß ja nicht, wie es anderen erging, aber für mich was das die langweiligste Sendung aller Zeiten. Sendungen für Kinder wurden damals nur 1-2 Stunden lang nachmittags gezeigt, diese Zeit wurde als sogenannte "Kinderstunde" bezeichnet. Und wenn Luis Trenker dann sabbelte, konntest du den Tag abhaken, denn der Kerl fand einfach kein Ende. In der restlichen Kinderstunde war dann keine Zeit mehr für eine andere interessante Sendung. Und Trenker saß einfach nur da an einem Tisch in einer nachgebildeten Hütte und redete und redete und redete ...
In einer Kritik hatte ich jetzt gelesen, dass er "fröhlich und schwungvoll von seinen packenden Erlebnissen" berichtet. OK, fröhlich schien er ja zu sein, und die Hände wirbelten auch reichlich herum, aber wo das Packende war, ist mir selbst heute noch verborgen. Der Kerl war einfach nur schwer zu verstehen, man brauchte mehr Energie für die Konzentration, um seine Worte zu verstehen, dass keine Kraft mehr übrig blieb, um das, was er sagte, auch zu begreifen. Wenn ich in der Programmzeitung Luis Trenker angekündigt sah, bin ich abgehauen. Bloß raus, damit keiner auf die Idee kommt, mich vor den Fernseher zu setzen ... als Kind brauchte ich etwas anderes als einen hektisch gestikulierenden und unverständlich quasselnden Opa, der mir von etwas erzählte, wofür ich in dem Alter weder Lust noch Sinn aufbringen konnte ...
Ich mag den Mann heute noch nicht. Wahrscheinlich Folge der Kindheitsprägung. Der Name "Luis Trenker" ist heute für mich gleichbedeutend mit quälender Langeweile.