Ich kann Kanzler!

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Termin: 19.06.2009 - 20:15 Uhr | Sender: ZDF

Beschreibung

Das Zweite Deutsche Fernsehen präsentiert heute seine erste Ausgabe der neuen Casting-Show "Ich kann Kanzler!". Im Rahmen der Show werden aus weit über 1000 Bewerbern vierzig Kandidaten ausgesucht, die dann in Berlin um den Sieg kämpfen werden. Das Ziel ist es durch politisches Verständnis, Schlagfertigkeit und gutes Redevermögen sich gegenüber den anderen Kandidaten zu behaupten. In der Jury sitzen Günther Jauch, Anke Engelke und der ehemalige Bremer Bürgermeister Henning Scherf.

Kritik

Deutschland hat Superstars, Topmodels und Showacts gesucht - nun also auch Nachwuchspolitiker.
Ob das ankommt? Bei den Bewerbern offensichtlich schon, immerhin haben sich übe 2500 junge Menschen bei "Ich kann Kanzler!" beworben. Dass dies nur etwa ein Zehntel der Bewerberzahl von DSDS ist, lassen wir mal großzügig unter den Tisch fallen. Casting-Boom und Politikverdrossenheit sind nun also eine Verbindung eingegangen, die den Namen "Ich kann Kanzler!" trägt und sechs Finalisten hervorgebracht hat, sie sich im Vorfeld aus 40 eingeladenen Kandidaten herauskristallisiert haben.

In der ersten Runde mussten je drei von ihnen gegeneinander antreten. Sie hatten 45 Sekunden Zeit, ihre politische Idee für Deutschland zu schildern und mussten sich anschließend den Fragen der Jury stellen. Das Studiopublikum, das repräsentativ für die deutsche Bevölkerung zusammengesetzt wurde, durfte danach abstimmen. Aus jeder Runde musste bereits ein Kandidat gehen, die weiteren stellten sich einem politischen Quiz, nachdem wiederum einer gehen musste. Die übrigen Kandidaten mussten weiterhin für ihre politischen Überzeugungen eintreten, wobei die Jury sie bewusst forderte und versuchte, in die Enge zu treiben. Nach den mehrmaligen Abstimmungen des Publikums kamen Philip Kalisch und Jacob Schrot in die Finalrunde. Dies war nicht überraschend, da sie bereits bei den vorigen Abstimmungen meist deutlich vorne lagen.
Die Leidenschaft, die beide Finalisten an den Tag legten, kamen offensichtlich beim Studiopublikum gut an.
Den Sieger durften die Fernsehzuschauer per Telefonvoting küren. Mit einer beeindruckenden Mehrheit von 72,6 Prozent gewann der Schüler Jacob Schrot. Er darf nun ein Praktikum in Berlin machen und erhält ein Kanzlergehalt (18 000 Euro abzüglich Steuern.)

Die Entscheidung überraschte nicht. Von Anfang an zeigte Jacob Schrot die größte Leidenschaft, die beste Rhetotik und Eloquenz und die höchste Kompetenz unter den Kandidaten. Außerdem hat bereits mehrere Ehrenämter inne und widmet seine gesamte Freizeit der Politik. Somit hat definitiv der beste der Kandidaten gewonnen. Jacob Schrot hat mit Sicherheit die Fähigkeiten, sich in der Politik durchzusetzen. Zu wünschen wäre es nicht nur ihm, sondern auch uns in jedem Fall, denn Deutschland braucht kompetente Politiker mit Charisma und Leidenschaft. (ck)